Stephan Reimertz

„La Traviata“ von Verdi begeistert an der Bayerischen Staatsoper

Jader Bignamini erbringt in der Bayerischen Staatsoper den Beweis, dass München immer noch die nördlichste Stadt Italiens ist. Primadonna Ailyn Pérez beschert den Zuhörern eine emphatische Erfahrung. Spielleiter Günter Krämer lässt uns mit vielen Fragen zurück. Rezension von Stephan Reimertz. Das ist schon ein genialer Musikant, dieser Jader Bignamini. Der Lombarde läuft gerade als Residenz-Kapellmeister… Weiterlesen »„La Traviata“ von Verdi begeistert an der Bayerischen Staatsoper
Oberon Landestheater Salzburg

Zauberoper ohne Zauber

Das Salzburger Landestheater eröffnet die Saison mit Carl Maria von Webers „Oberon“. Anne-Fleur Werner beherrscht den Abend mit starker und klangschöner Stimme und überragendem Charisma. Kapellmeister Igo Arad und das Mozarteumorchester Salzburg tun sich ebenso schwer mit dem Stück wie das Ensemble.
Salzburger Festspiele

Salzburger Festspiele: Verdis „Luisa Miller“ überzeugt als konzertante Aufführung

Von Stephan Reimertz. Als Friedrich Schiller sein von Empörung überquellendes Drama Luise Miller wenige Jahre vor der Französischen Revolution auf das Theater losließ, konnte er schon voraussehen, wie die Tragödie um Luise und Ferdinand, denen die verhärteten Verhältnisse eines deutschen Duodez-Régimes einen Strich durch ihre Liebe machen und sie in den Doppelselbstmord treiben würde, eines… Weiterlesen »Salzburger Festspiele: Verdis „Luisa Miller“ überzeugt als konzertante Aufführung

“Salomé” von Richard Strauss bei den Münchner Opernfestspielen

Spektakuläre Neuinszenierung des Einakters nach Oscar Wilde. Krzysztof Warlikowski besticht durch konsequente Personenregie. Das Bühnenbild von Małgorzata Szczęśniak versetzt uns in die Zeit der Entstehung des Werkes. Der Tanz der sieben Schleier wird ganz neu aufgezogen. Von Irma Hoffmann und Stephan Reimertz. Krzysztof Warlikowski, bereits legendär durch seine Inszenierung von Henzes Bassariden bei den Salzburger… Weiterlesen »“Salomé” von Richard Strauss bei den Münchner Opernfestspielen

Salzburger Pfingstfestspiele: Adel des Schmerzes

Cecilia Bartoli und Franco Fagioli interpretieren Pergolesis Stabat Mater in barockem Expressionismus. Andrés Gabetta und seine Cappella verblüffen mit einem Vivaldi-Großmogul. Von Stephan Reimertz. »Nisi Dominus aedificaverit domum, in vanum laboraverunt qui aedificant eam«, singt der Countertenor Franco Fagioli in Antonio Vivaldis Komposition nach der Vulgata, Psalm 126: Wenn nicht der Herr das Haus baut, mühen… Weiterlesen »Salzburger Pfingstfestspiele: Adel des Schmerzes

Wettkampf der Kastraten

Alcina von Georg Friedrich Händel und Polifemo von Nicola Antonio Porpora bei den Salzburger Pfingstfestspielen. Von Stephan Reimertz. Auch bei ihren achten Pfingstfestspielen als Intendantin zeigt Cecilia Bartoli den Ehrgeiz, uns etwas besonderes zu bieten. Wie bei den Opernproduktionen der beiden vergangenen Jahre, Händels Ariodante und Rossinis L’italiana in Algeri, übernahm sie selbst eine Hauptrolle… Weiterlesen »Wettkampf der Kastraten

Sie wollten ihr Leben opfern für die Liebe

Alceste von Christoph Willibald Gluck in der Pariser Fassung am Bayerischen Nationaltheater. Von Stephan Reimertz. Wenn einer für einen anderen oder für die Gemeinschaft sein Leben opfert, sind Liebe und Bewunderung ihm für alle Zeiten sicher. Kein Wunder, wenn diese relativ einfache Art, in die Geschichte einzugehen, sich großer Beliebtheit erfreut. Selten mangelt es an… Weiterlesen »Sie wollten ihr Leben opfern für die Liebe
Ausstellung

Wo viel Licht, da viel Schatten

Als Michelangelo Merisi aus dem lombardischen Orte Caravaggio die Bühne der Kunstgeschichte betrat, erweckte er einen Lichtsturm wie kein anderer Maler vor ihm. Dieser Künstler hat die Welt neu beleuchtet. Wir sind alle Caravaggisten, selbst der Kinobesucher, der einen expressionistischen Stummfilm anschaut. Die Alte Pinakothek in München dokumentiert in der Ausstellung Utrecht, Caravaggio und Europa… Weiterlesen »Wo viel Licht, da viel Schatten

Selbstporträt der Oper als Echtzeit-Hausfrau

L’heure espagnole von Maurice Ravel am Gärtnerplatztheater in München. Von Stephan Reimertz. Einen Ehemann, zwei Liebhaber und einen muskelbepackten Verehrer – welche Frau träumt nicht von einem solchen Kleeblatt? Concepción, Gattin des Uhrmachermeisters Torquemada, denkt den ganzen Tag nur an das Eine. »Das ist meine Welt und sonst gar nichts«, könnte sie mit Lola-Lola singen.… Weiterlesen »Selbstporträt der Oper als Echtzeit-Hausfrau

Komik und Schrecken einer medialen Dystopie

Jacqueline Reddington ist eine der großen Regie-Begabungen unserer Zeit. An den Münchner Kammerspielen präsentiert sie eine Kammerspiel-Revue nach Ernst Jüngers dystopischer Erzählung Gläserne Bienen. Die Schauspieler Kjell Brutscheidt, Marcel Herrnsdorf und Nick Romeo Reimann ziehen den Zuschauer in eine beklemmende Posse. Ihre Aussprache ist allerdings etwas ungewöhnlich. Kurze Bemerkung von Stephan Reimertz zu einer außergewöhnlichen… Weiterlesen »Komik und Schrecken einer medialen Dystopie