Von Denkverstopfung verschont

Wenn ein Schnürelch auspackt, macht ein wahres Wort kein Mordsgetöse, denn die Zukunft ist jetzt früher hier als gestern. In diesem scheinbar unlogischen Satz sind drei Buchtitel des Berliner Lyrikers und Sozialtherapeuten Ralph Melas Große miteinander verzahnt.

Menschen im Museum. Kolumne von Susanne Falk

Menschen im Museum: “Das kleine Ich-bin-Ich”

Kolumne von Susanne Falk.

Da saß ich, auf dem Sofa, neben einer mir völlig unbekannten Frau. Ich war klein, blond, trug weiße Stricksocken und war offensichtlich quietschvergnügt. Mein etwa zwölfjähriges Ich stand plötzlich meinem Zweijährigen Ich gegenüber und dieses kleine Ich-bin-Ich trug sogar meinen Namen. Einziger Schönheitsfehler: Das Bild war 1885 entstanden. Ich wurde aber erst 1976 geboren.

Christian Schulteisz: “Wense”. Der Zauber des Unruhegeists

Rezension von Barbara Hoppe. Hans Jürgen von der Wense, geboren am 10. November 1894 in Ortelsburg/Ostpreußen, gestorben am 9. November 1966 in Göttingen, war ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Fotograf, Künstler und Komponist. So weit, so Wikipedia. Aber dieser Wense war weit mehr als das, was… Weiterlesen »Christian Schulteisz: “Wense”. Der Zauber des Unruhegeists

Heimkino: „Barbara“

DDR 1980. Die Berliner Charité-Ärztin Barbara (Nina Hoss) stellt einen Ausreiseantrag. Das Ergebnis ist die Strafversetzung in die Provinz. In der Klinik an der Ostsee ist sie unter ständiger Beobachtung.

Große russische Literatur: Leonid Zypkin „Ein Sommer in Baden-Baden“

Rezension von Barbara Hoppe.

Ein Zug fährt von Moskau nach Sankt Petersburg. Es ruckelt und schüttelt die Passagiere ordentlich durch. Unter ihnen ist auch Leonid Zypkin, dem mehr als einmal sein Buch aus der Hand rutscht, so unruhig ist die Fahrt. Seine Reise soll ihn in der Stadt an der Newa an verschiedene Wirkungsstätten Fjodor Dostojewskis führen.