Stephan Reimertz

Japan Nacht

Der erstaunlichste Roman dieses Herbstes

Und weiter geht’s mit der Neuübertragung der Werke von Yukio Mishima im Kein & Aber Verlag: Als dritter Streich ist am 6. Oktober die Satire Inochi urimasu (Leben zu verkaufen) erschienen. Hier nimmt der Autor die Dienstleistungsgesellschaft als Ausdruck der modernen Welt schlechthin aufs Korn. In den sieben Kapiteln seiner Rezension erläutert Stephan Reimertz, warum die deutsche Erstübersetzung für ihn ein aberwitziges Lesevergnügen darstellt.

Die Enkelin von Grace Bumbry und Maria Callas

L’elisir d’amore (Der Liebestrank) ist ein chef-d’œuvre des norditalienischen Opernkomponisten Geatano Donizetti. Was hat uns das melodramma giocoso aus dem Jahre 1832 heute noch zu sagen? Ziemlich viel, findet der Münchner Opernbesucher Stephan Reimertz – wenn eine sängerisch und darstellerisch so starke Protagonistin wie die Südafrikanerin Pretty Yende auf der Bühne steht.

Heimkino: „Wish you were here“

Als die bisher unbekannte Emily Lloyd, gerade einmal siebzehn Jahre alt, 1987 in der Hauptrolle in dem Film Wish You Were Here von David Leland debütierte, war das Grund genug für die internationale Filmkritik, wieder einmal den New British Film auszurufen.

Heute Abend stirbt Butterfly

Die Saisoneröffnung an der Wiener Staatsoper war diesmal etwas ganz besonders. Es war die erste Premiere nach dem Lockdown. Asmik Grigorian sang die Titelrolle in Puccinis Madama Butterfly. Stephan Reimertz berichtet von einem denkwürdigen Abend.

Die etwas andere Zauberflöte

Derzeit bestimmen die Gesundheitsämter auch kulturelle Zeremonien. Wie unter diesen Einschränkungen eine Opernaufführung abläuft, berichtet Stephan Reimertz am Beispiel der Zauberflöte an der Bayerischen Staatsoper. Für ihn war es vor allem ein Wiedersehen: Bekannte Gesichter – gemischte Gefühle.

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Statt Kino: „Die vierte Gewalt“

Nein, beliebt sind sie nicht, unsere Politiker. Wenn man sich jedoch in ihre Lange versetzt und sich vorstellt, wie sehr die Volksvertreter der Krake Journalismus ausgesetzt sind, könnte man schon wieder Mitleid mit ihnen bekommen. Der Film „Die Vierte Gewalt“ von Brigitte Maria Bertele analysiert die Gnaden- und Mitleidlosigkeit der Journaille in einem packenden Drama.

Das Salzburg Museum präsentiert Asservate aus dem Festspiel-Jahrhundert

Es stimmt doppelt melancholisch, wenn man in diesem Sommer überall in Salzburg das Motto „100 Jahre Salzburger Festspiele“ liest. Erstens, weil es einem vor Augen führt, wie schnell das Jahrhundert verwehte… und die Hälfte dieser hundert Jahre war man selbst bei den Salzburger Festspielen dabei; zweitens, weil eine Unterhaltung über Salzburg und die Festspiele immer auch ein Gespräch über die unaufhaltsame Zerstörung der Stadt ist.