Rezension

Für Umweltschutz und gegen den Klimawandel: Robot Koch “The Next Billion Years”

Rezension von Ronald Klein.

Vor sieben Jahren verlegte Robert Koch alias Robot Koch seinen Wohnsitz von Berlin nach Los Angeles, wo der Musiker viel Zeit mit dem Stöbern in Antiquariaten und Second-Hand-Läden verbringt. Eines Tages stieß der 42-Jährige auf eine Kassette, auf der deren ehemaliger Besitzer „Cousteau“ geschrieben hatte. Zu Hause entdeckte Koch darauf eine Rede des französischen Meeresforschers Jacques-Yves Costeau (1910-1997), die dieser 1973 gehalten hatte. Vor dem Hintergrund…

„Und doch fallen wir glücklich“ von Enrico Galiano

Wenn ein Lehrer ein Buch über Jugendliche schreibt, kann das richtig gut werden. Rezension von Barbara Hoppe

Enrico Galiano ist Lehrer. Aber nicht nur das: Er wird verehrt wie ein Popstar. Der 42-jährige zählt zu den besten 100 Lehrern Italiens, auf Facebook hat er über 85.000 Follower und unter dem Hashtag #poettepiste (Gedichteumarmen) schuf er eine pro-Gedichte-Bewegung, die mit Flashmobs und Plakatierungen die Welt mit Lyrik beglückt.
Mit seinem Debütroman…

Ein gemütlicher Hörteppich zum Nachsinnen und Einfühlen: “Ollarikchen – Die Wilde von der Weinreihe”

Rezension von Carsten Schmidt.

Wir alle sind gewoben mit Emotionen, Erinnerungen, Anekdoten und Bildern unserer Vergangenheit. Die Erinnerungen der Ulrike, von ihrem Bäcker-Opa „Ollarikchen“ genannt, packen die Hörer innerhalb weniger Sekunden und setzen sie ab in die Nachkriegszeit, genauer gesagt auf die Weinreihe.

Oyinkan Braithwaite: “Meine Schwester, die Serienmörderin”

Rezension von Birgit Koß.

Urkomisch, rotzfrech und mit gesellschaftlichem Tiefgang kommt Oyinkan Braithwaite in ihrem Debüt daher. Die nigerianische Schriftstellerin ist in London aufgewachsen, hat in Kingston, Jamaica, Jura und kreatives Schreiben studiert und lebt seit 2012 wieder in Lagos. „Meine Schwester die Serienmörderin“ stand im letzten Jahr auf der Long List des Booker Preises.

Kein kleines Paradies: Ivan Pochekin spielt die Violinkonzerte von Schostakowitsch

Rezension von Ingobert Waltenberger.

Diesmal gibt es Ivan ohne seinen Bruder Mikhail, nachdem die beiden als „Pochekin Brothers“ Werke von Mozart, Haydn, Glière und Prokofiev für zwei Violinen eingespielt hatten. Schon damals überzeugten vor allem die russischen Werke voller innerer Spannung, aufgerauter Textur und wild entschlossenem Bogenstrich.
Auf der vorliegenden CD hat der Geiger Ivan Pochekin die beiden Violinkonzerte von Dmitri Shostakovich (1948 und 1967) im geschichtsträchtigen Großen Saal