Rezension

„Die Detektive vom Bhoot-Basar“ von Deepa Anappara zeigt das wahre Indien

Rezension von Barbara Hoppe.

“Wir treten raus in den Smog, der sich in jeden Winkel der Stadt eingenistet hat und unsere Zungen mit einer Ascheschicht bedeckt. Wieder müssen wir einen Fremden nach der Richtung fragen“. Der neunjährige Jai und seine Freundin Pari haben sich weit über die Grenzen ihres Bastis, der illegalen Siedlung, in der sie Zuhause sind, hinausgewagt. Mit der Purple Line und zusammengeliehenem und geklautem Geld aus der Flasche mit dem Notgroschen sind sie „in die Stadt“ gefahren, um nach ihrem Freund zu suchen. Omvir ist verschwunden wie zuvor schon Bahadur. Die beiden Jungen sind wie vom Erdboden verschluckt.

Auf dem Weg in den Weltstaat

Die Erfahrungen der letzten Wochen zeigen, wie sehr die Staaten zusammenwachsen und noch mehr zusammenwachsen müssen, wenn sie künftigen Herausforderungen gewachsen sein wollen. Ernst Jünger hat dies vorausgesehen. Zwei junge Forscher aus Regensburg, Rainer Barbey und Thomas Petraschka, geben im Klett-Cotta Verlag Interviews mit dem Schriftstsller aus den Jahren 1929 – 1997 heraus.

Wenn lahme Gäule das Laufen anfangen. Mick Herron “Dead Lions”

Der zweite Band aus der Jackson Lamb – Reihe zeigt: Mick Herron hält das 1a-Niveau seines fulminanten Debüts. Rezension von Barbara Hoppe. Es ist eigentlich alles wie im ersten Band und doch ganz anders. Nicht alle lahmen Gäule – Slow Horses – sind noch an… Weiterlesen »Wenn lahme Gäule das Laufen anfangen. Mick Herron “Dead Lions”

Garten der Formen

Eine poetische Annäherung an die Geometrie “Der Garten der Formen” von Linda Wolfsgruber und Jorge Luján

Rezension von Julia Feurich.

Der seit 2006 bestehende Verlag für Illustration „Kunstanstifter“ ist bekannt für seine überaus kreativen und ästhetischen Bilderbücher für Kinder und Erwachsene. Der Fokus liegt auf der Bildgestaltung als wichtigstes Kriterium, um veröffentlicht zu werden, wobei selbstverständlich die ausgewählten Texte nicht minder begeistern.

„Unter den Elenden und Armen Berlins“

„Wie bereits erwähnt, muß den Idioten alles konkret veranschaulicht werden und so wimmeln denn die Schulstuben von Bildern und Erklärungsgegenständen. Bei der geringen Schülerzahl jeder Klasse können sich die zwei Lehrer und zwei Lehrerinnen  […] mit jedem Kinde eingehend und genug beschäftigen.“

So schreibt der erst 24-jährige Journalist Hans Richard Fischer in seinem Buch „Unter den Armen und Elenden Berlins“ aus dem Jahr 1887 über