Menschen im Museum. Kolumne von Susanne Falk

Menschen im Museum: “Scherz beiseite”

Kolumne von Susanne Falk.

Es beunruhigt mich sehr. Der Welt geht langsam, aber sicher der Humor abhanden. Klimakatastrophe? Grauenvoll. Corona-Virus? Entsetzlich. Trump? HändeüberdemKopfzusammenschlagstöhnseufzdoppelterWhiskey. Alles zu viel, zu groß, zu wenig kontrollierbar. Aber wenn wir aufhören, uns über Dinge lustig zu machen, dann haben wir versagt.

„Sing, sing, ye Muses“

Das Ensemble Correspondances mit Mezzosopranistin Lucile Richardot lässt in barocker Musik schwelgen. Rezension von Barbara Hoppe.

Kaum erklingen die ersten Töne und kaum setzt Lucile Richardot mit „Care-charming sleep“ an, verschwimmen die geschwungenen Zuschauertribünen der Berlin Philharmonie. Das zeitlos moderne Ambiente verschwindet hinter den barocken Tönen und unvermittelt fühlt man sich um rund 400 Jahre zurückversetzt…

Daniel Libeskind

Nicht kleckern, sondern klotzen. Daniel Libeskind zeigt es in „Edge of Order“

Rezension von Barbara Hoppe.

Keine Frage: Daniel Libeskind ist ein Entertainer. An dem Abend, als der Stararchitekt in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin sein neues Buch „Edge of Order“ vorstellte, war der Raum bis auf den letzten Platz gefüllt. Und ob man sich nun für Architektur interessiert oder nicht, auf jeden Fall wurde man bestens unterhalten.
Mit Witz und Ironie, mit Wissen und vor allem mit viel Leidenschaft sprach hier ein Mann über sein Lebenswerk.

Film Kulturmagazin Feuilletonscout

Neu im Kino: Psychothriller „The Lodge“

Kurz vor Weihnachten fährt Journalist Richard mit seiner neuen Freundin Grace und seinen beiden Kindern Mia und Aidan zum Ausspannen in eine einsame Berghütte. Die Reise soll auch helfen, das angespannte Verhältnis zwischen Grace und den Kindern zu bessern. Wenige Tage vor…

Psychodrama in idyllischer Landschaft: Sarah Stovell „Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht“

Rezension von Barbara Hoppe.

Sarah Stovell lebt in Northumberland, unterrichtet Creative Writing an der Lincoln University, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Und es scheint, als habe sie mit ihrem ersten Psychothriller genau das getan, worüber eine ihrer Protagonistinnen – die erfolgreiche Autorin Bo Luxton – immer den Kopf schüttelt: Sie hat bei ihrem Romanthema, zumindest beim beruflichen Hintergrund, auf Erfahrungen aus dem eigenen Leben zurückgegriffen.

Acht Musikanten suchen eine Symphonie

Komödie von Eugène Ionesco? Musikstück von John Cage? Bühnenphantasie von Robert Wilson? Schauspielerdrill von Johann Kresnik? Bewusstseinsstrom von James Joyce? Kasperlade von Herbert Achternbusch? Reklame des Münchner Fremdenverkehrsverbandes? Weit gefehlt! Der Zürcher Tom Luz huldigt München in einer Sommerabendphantasie Ende Januar und präsentiert dabei ein… Weiterlesen »Acht Musikanten suchen eine Symphonie

Die Toten von Marnow

Serienkiller in Meckpomm: „Die Toten von Marnow“

Rezension von Barbara Hoppe.

Es ist der heiße Sommer 2003. Die Gluthitze hat auch Rostock fest im Griff. Kriminalhauptkommissar Frank Elling, im etwas spießigen Ringelrankenweg mit Eigenheim und Familie zu Hause, lässt gerade einen überdimensionierten Swimmingpool in seinen Garten pflanzen. Seine hübsche, aber unnahbare Kollegin Lona Mendt, die aus Hannover nach Rostock kam, steht mit ihrem Wohnmobil immer gerade dort, wo es ihr gefällt, als das Verbrechen unbarmherzig zuschlägt.