Ein wahrer Strukturalist: Mikhail Pochekin spielt Sonatas & Partitas von Johann Sebastian Bach

Von Ingobert Waltenberger. Ein wahrer stilistischer Nachfahre von Nathan Milstein, überzeugt der junge russische Violinist mit einer ganz persönlichen, klarlinigen, völlig unsentimentalen Interpretation der so kosmisch irrlichternden Solostücke von Bach für Violine. Als wahrer Strukturalist lässt Mikhail Pochekin seinen vollen, klar konturierten Geigenton monochrom in allen Weiß-, Grau- und Schwarz-Schattierungen aufblühen. Vibrato setzt Pochekin dankenswerterweise […]

„Ausgekafkat“. Der Debütroman von Carsten Schmidt führt uns in die Denkwelt der Geisteswissenschaftler

Als ich Carsten Schmidt kennenlernte, merkte ich schnell: Die Welt der Bücher ist sein Zuhause. Mehr noch: Es sind die Geisteswissenschaften, in denen er sich rundum wohlfühlt. Und doch ist bei ihm auch immer ein gesunder und durchaus kritischer Blick auf die Realität. In seinem ersten Roman „Ausgekafkat“ macht Carsten Schmidt jetzt genau dies zum […]

Gespenstisch schön: Musik für Harfe solo oder Harfe und Streichquartett, von Emmanuel Ceysson

Rezension von Ingobert Waltenberger. Musik und sie inspirierende Schauergeschichten, das richtige Album für laue Sommernächte oder eher prickelnde Sommermorgen nach durchfeierter Nacht? Das Motto des Albums „Aus Dunkelheit zum Licht“ wird ja nicht unbedingt mit perlendem Harfenklang assoziiert. Aber ein wenig gespenstisch darf die musikalische Reise von Henriette Renié, André Caplet über Gustavo Leone bis […]

Das neue Gedicht von Kornelia Koepsell

Man müsste bis zu Klopstock, ja ins siebzehnte Jahrhundert zurückgehen, um ein Gedicht zu finden, das das Inbild christlicher Symbolik mit solcher Wucht im antiken Versmaß des elegischen Distychons vergegenwärtigt wie das neue Gedicht Transzendenz von Kornelia Koepsell. Es tut weh, hinzuschauen, und das muss es auch. Die Dichterin schrieb ihr Werk, lange bevor die […]