Große russische Literatur: Leonid Zypkin „Ein Sommer in Baden-Baden“

Rezension von Barbara Hoppe.

Ein Zug fährt von Moskau nach Sankt Petersburg. Es ruckelt und schüttelt die Passagiere ordentlich durch. Unter ihnen ist auch Leonid Zypkin, dem mehr als einmal sein Buch aus der Hand rutscht, so unruhig ist die Fahrt. Seine Reise soll ihn in der Stadt an der Newa an verschiedene Wirkungsstätten Fjodor Dostojewskis führen.

Menschen im Museum. Kolumne von Susanne Falk

Menschen im Museum: “Allein, allein”

Kolumne von Susanne Falk.

Sie sind wieder offen, jedenfalls hier in Wien. Ein großer Teil der Museen hat wieder geöffnet. Mangels Touristenmassen wäre dies der ideale Zeitpunkt, endlich mal in Ruhe und nahezu allein die eine oder andere Stunde mit Klimt, Schiele und Konsorten zu verbringen. Keine Reisegruppe, welche die Sicht auf meine Lieblingsbilder verstellen könnte, keine Massen von Leuten, die den Eingang verstopfen und nahezu niemand im Shop. Los, Susanne, spricht mein innerer Schweinehund, du brauchst Kultur! Raus mit dir!

Rheingold auf dem Parkdeck

“Das Rheingold auf dem Parkdeck”: Goldstimmen eines großartigen Ensembles

Von Ingobert Waltenberger.

„Wir wagen es, unser Rheingold zurückzuerobern, wenn auch zunächst in einer kleineren und damit der aktuell möglichen Form! Am 12. Juni um 19.30 Uhr laden wir Sie zu einer halbszenischen 110-minütigen Fassung des Werks auf das Parkdeck der Deutschen Oper Berlin ein, die auf der Basis einer Kammerfassung des britischen Komponisten Jonathan Dove mit 22 Musiker*innen und 12 Sänger*innen erarbeitet wird.

Ein ganzes Hasenleben: “Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborogh”

Rezension von Susanne Falk.

„Diejenigen, die Jacominus in hohem Alter gekannt haben (das heißt ganz alt), haben Mühe, sich daran zu erinnern, dass er einmal ein Winzling war. Und Jacominus war wirklich ein klitzekleiner Winzling. Damals hätte man schwerlich wissen können, was einmal aus ihm werden würde.“

Zu unserem großen Glück nimmt uns die Autorin, die das …

„Anima Sacra“- Jakub Jósef Orlinsky singt vergessene barocke Sakralmusik

Rezension von Ingobert Waltenberger.

Der polnische Countertenor Jakub Józef Orlinsky, Träger des ersten Preises bei den renommierten Metropolitan Opera’s National Council Auditions 2016 in New York, lädt uns in seinem ersten Solo-Album zu einer spirituellen Erkundung überwiegend unbekannter barocker Vokalmusik der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts.