Eine kulinarische Genussreise durch die Weltgeschichte: „Wohl bekam’s“

Rezension von Barbara Hoppe. Wir können den Jägern und Sammlern dankbar sein. All jenen, die kleine und größere Schnipsel von Papier aufbewahren und bestenfalls dokumentieren. Was für eine Fundgrube wäre unsere Vielzahl an Einkaufslisten, Kinokarten, Theater- und Opernbillets für zukünftige Historiker? Doch wir werfen sie meist achtlos weg und in Zeiten der Digitalisierung verschwindet das […]

Das liebenswerte Porträt eines Sonderlings: „Anatol studiert das Leben“

Von Barbara Hoppe. Anatol ist wohl das, was man einen Sonderling nennt. Sympathisch, wirkt er immer ein bisschen naiv und ein bisschen autistisch, versteht oft nicht, was seine Mitmenschen meinen, ist aber klug genug, sich bestimmte Verhaltensmuster von anderen abzugucken, um im Zweifelsfall zumindest einigermaßen adäquat zu reagieren. Nicht einfacher ist es durch seine kapriziöse […]

Winfried-Preis der Stadt Fulda für Géraldine Schwarz: “Die Gedächtnislosen”

Die Stadt Fulda und die Dr. H.G.-Waider Stiftung haben entschieden, den mit 10.000 Euro dotierten „Winfried-Preis der Stadt Fulda“ in diesem Jahr der deutsch-französischen Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmerin Géraldine Schwarz für ihr im Secession Verlag erschienenes Buch »Die Gedächtnislosen – Erinnerungen einer Europäerin« zu verleihen. Nach Überzeugung des Preiskuratoriums hat Géraldine Schwarz mit ihrem bereits […]

Ein Perspektiven-Karussell – Geschichte einer Aussiedlung

Von Carsten Schmidt. Zsuzsa Selyem ist eine vielschichtige, handwerklich begabte ungarische Autorin (51), die bereits 2005 im Schloss Solitude Stuttgart schrieb, ein Stipendium im schweizerischen Zug erhielt – und nicht nur geisteswissenschaftlich, sondern auch im Bereich Mathematik Studien absolvierte. Derzeit lehrt sie im rumänischen Cluj ungarische Literatur. Es ist jedoch nicht die akademische Welt, in […]

Aufwühlend: „All die Nacht über uns“ von Gerhard Jäger

Rezension von Barbara Hoppe. Ein namenloser Soldat auf einem Wachturm an einer namenlosen Grenze nahe einem namenlosen Dorf. Zwölf Stunden muss er hier, in einer kalten, windigen und regnerischen Nacht ausharren. Den Grenzzaun soll er bewachen, „Nachdem zum ersten Mal eine Politikerin davon geredet hatte, dass man notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen sollte, […]