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Die Hutterer sind eine Glaubensgemeinschaft, die überwiegend in Kanada und den USA leben, deren Sprache, das Hutterische, ein dialektal gefärbtes Deutsch ist und die jede Art des Fotografierens unter Berufung auf das biblische Bilderverbot ablehnen.

Timm Rautert (geb. 1941) ist Fotograf. 2008 erhielt er den Lovis-Corinth-Preis. Neben freien Arbeiten beschäftigt er sich auch mit sozialen Themen. 1978 reiste er zu den Hutterern nach Kanada. Nach drei Wochen konnte er den Prediger der Gemeinschaft überzeugen, dass Fotografien kein Teufelszeug sind.

Die Bilder illustrieren das Buch „Das vergessene Volk“ von Michael Holzmann, ein Freund Rauterts, der ein Jahr bei den Hutterern verbrachte.

Die ZEIT (3/3012): „Rauterts Aufnahmen bilden das karge, anspruchslose Leben der weltabgewandten Protestanten respektvoll und doch immer leicht fremdelnd ab […].“

Deutschlandradio Kultur: „In seinen Arbeiten setzt er sich meist mit der Frage auseinander, wie die Menschen leben, wie Gemeinschaft funktionieren kann.“

Anlässlich des 70. Geburtstags von Timm Rautert erschien nun „No Photographing“. Der Band versammelt diese Aufnahmen sowie weitere schwarz-weiß Bilder der Amish in Pennsylvania, die vor 1978 entstanden sind.

Buchcover “No Photographing”

Timm Rautert
No Photographing: Die Amish. Die Hutterer
Steidl Verlag, Göttingen 2011

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Michael Holzmann
Das vergessene Volk. Ein Jahr bei den deutschen Hutterern in Kanada.
Hoffmann und Campe, Hamburg, 1982

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