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Der rechtsradikale niederländische Filmemacher Theo van Gogh mochte den Schriftsteller Leon de Winter nicht. Er unterstellte ihm, Kapital aus seiner jüdischen Lebensgeschichte zu schlagen und beleidigte ihn vehement in einer Talkshow. Als van Gogh 2004 von einem marokkanischen Islamisten auf offener Straße erstochen wurde, war Leon de Winter seinen Widersacher los – und hätte entweder schweigen oder das Erlebte in einer Hassschrift verarbeiten können.

Stattdessen macht er sich daran, einen aberwitzigen Thriller zu schreiben, in dem van Gogh aus dem Himmel auf ein Amsterdam schaut, in dem islamische marokkanische Terroristen einen Anschlag planen, ein jüdischer Drogenboss ein neues Herz bekommen soll – ausgerechnet von einem schwarzen Franziskanerpriester – ein fetter Schriftsteller (hier stellt sich de Winter selbst dar), dem die Frau weggelaufen ist (was sie im wirklichen Leben nicht ist), jede Menge Politiker und Mörder, bei denen de Winter aus dem realen Leben schöpft, und eine Geliebte, die den Drogenboss liebt und selbst vom Schriftsteller und dem inzwischen toten Priester geliebt wurde, ihr Unwesen treiben.

FAZ net lobt. „Leon de Winter hat die ganze Islam- und Zuwanderungsdebatte seiner niederländischen Heimat in seinen neuen Roman gepackt. „Ein gutes Herz“ ist sehr viel mehr geworden als ein unterhaltsamer Terrorthriller.“

br online meint: „Leon de Winters Roman ist frech, amüsant und verspielt.“

3sat positiv: „Doch dieser neue Leon de Winter ist keine bittere Abrechnung geworden – ganz im Gegenteil. Er ist eine spannende und urkomische Mischung aus Fiktion und Fakten mit erfundenen und realen Figuren.“

NDR online ebenso: „Fabelhafte Lektüre für genussfreudige Leser, die keine Furcht vor Sentimentalität haben, die Spannung und mit Ironie gepfefferte Süße mögen.“

Leon de Winter_Ein gutes Herz

Leon de Winter
Ein gutes Herz
Diogenes Verlag, Zürich 2013

Die nächsten Tage liest Leon de Winter aus seinem Roman in deutschen Städten:

Lesung heute, 17. Februar 2014, 20 Uhr
Kulturhalle Dormagen
Langemarkstr. 1-3
41539 Dormagen

18. Februar 2014, 20 Uhr
Theater Laboratorium
Kleine Straße 8
26121 Oldenburg

19. Februar 2014, 20 Uhr
Glockenhaus
Glockenstr. 9
21335 Lüneburg

20. Februar 2014, 20 Uhr
Buchhandlung Decius GmbH
Marktstr. 51/52
30159 Hannover