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Ein Moment mit ... Bestseller-Autorin Beate Maxian

Beate Maxian auf der Leipziger Buchmesse 2017

Ihre Figuren sterben dort, wo Wienbesucher besonders gern hingehen: auf dem Naschmarkt, am Stephansdom, in der Hofburg, in Schönbrunn oder im Prater. Beate Maxian ist Bestseller-Autorin. Ihre Bücher verkaufen sich in Österreich  wie geschnitten Brot. Angefangen hat sie beim Film, dann kam die Schriftstellerei: Sachbücher, Krimis und Romane. Im Herbst erscheint ihr Generationen-Roman „Die Frau im hellblauen Kleid“, der bis in die zwanziger Jahre Wiens zurückreicht, im Sommer wird mit „Die Prater-Morde“ der bereits siebte Krimi um die Journalistin Sarah Pauli auf den Büchertischen liegen. Für Beate Maxian ist Schreiben Lebenselixier. Barbara Hoppe traf die Autorin auf der Leipziger Buchmesse.

Feuilletonscout: Sie haben ein enormes Schreibpensum.. Fällt es Ihnen nicht manchmal schwer, sich noch zu motivieren?
Beate Maxian: Ganz im Gegenteil. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als zu schreiben. Wenn ich einmal drei Tage nichts tue, bekomme ich regelrecht Entzugserscheinungen. Ich kann das Denken nicht abstellen. Ich habe auch immer einen Notizblock bei mir, in dem ich mir alle Ideen notiere.

Feuilletonscout: Woher bekommen Sie Ihre Ideen?
Beate Maxian: Ich weiß es nicht. Sie liegen einfach auf der Straße. In Situationen, die ich beobachte, in Geschichten, die ich in der Zeitung lese oder die mir jemand erzählt. Dann habe ich plötzlich eine Inspiration, einen ersten Einfall aus dem sich eine Idee und dann eine Geschichte entwickelt. Manchmal passiert es aber auch, dass ich alles wieder verwerfe.

Feuilletonscout: Wie lange brauchen Sie für ein Buch?
Beate Maxian: Für die Sarah Pauli-Krimis benötige ich mit Recherche ungefähr sechs bis sieben Monate. Die Figur ist mir vertraut, das hilft natürlich, auch wenn ich immer wieder neue Facetten an ihr kennenlerne. Bei Romanen ist das anders. Da braucht man für die Recherche meist viel länger. Bei meinem kommenden Buch musste ich herausfinden, wann und wie eine Zugfahrt von Wien nach Berlin im Jahr 1927 ablief, wie teuer sie war, wie lange sie dauerte, wie die alten Fahrpläne waren. Allein diese Recherche hat Wochen gedauert. Fündig geworden bin ich dann bei einem Eisenbahnfan, der alle diese Daten privat gesammelt hatte.

Feuilletonscout: Wissen Sie immer schon vorher, wie sich Ihre Figuren entwickeln?
Beate Maxian: Ich gehöre zu den chaotischen Schreiberinnen. Ich habe eine Anfangssituation und ich weiß einigermaßen, wohin ich möchte und wer der Mörder ist. Aber was den Weg zum Ende betrifft, dabei lasse ich mich gern überraschen. Bei „Mord vom Zentralfriedhof“ hat sich beispielsweise eine Figur richtiggehend gegen meine Idee, sie sterben zu lassen, gewehrt. Darauf habe ich gehört.

Feuilletonscout: Haben Sie auch Figuren, die Sie gar nicht mögen und die Sie trotzdem nicht sterben lassen?
Beate Maxian: Es gibt Figuren, die ich nicht mag, aber die müssen immer dran glauben.

Vielen Dank für das Gespräch, Beate Maxian!

Beate Maxian
Die Prater-Morde
Goldmann Verlag, München, Juli 2017
Vorbestellung: Die Prater-Morde: Ein Fall für Sarah Pauli 7 – Ein Wien-Krimi

Die Frau im hellblauen Kleid, Roman, Heyne Verlag, November 2017

Alle Sarah Pauli Krimis und weitere Bücher von Beate Maxian hier.

 

Autorenfoto © Feuilletonscout
Coverabbildung © Goldmann Verlag/Random House

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