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Sein Känguru war einfach plötzlich da. Es klingelte an der Tür und wollte sich Eier ausleihen, um Pfannkuchen backen zu können. Dann zog es bei Marc-Uwe Kling ein und seitdem sind die beiden eine Wohngemeinschaft. Das Känguru ist systemkritisch und zitiert von Habermas über Eva Illouz bis Judith Butler alles, was auch nur im Ansatz philosophisch oder gesellschaftskritisch ist, es schreibt an einem Buch, arbeitet an Geschäftsideen und liebt Schnapspralinen. Marc-Uwe ist vor allem angepasst, migränegebeutelt und muss sich mit seinem mitwohnenden Denker auseinandersetzen.

 

Marc-Uwe Kling

Still und heimlich hat sich Marc-Uwe Kling, geboren 1982 in Stuttgart, an die Spitze des anspruchsvollen Kabaretts geredet. Seit 2003 tritt er auf Bühnen auf, seit 2005 mit dem Soloprogramm Wenn alle Stricke reißen, kann man sich nicht mal mehr aufhängen. Daneben hört man ihn regelmäßig beim Berliner Radiosender Fritz mit seinen Geschichten vom Känguru, wofür es 2010 den Deutschen Radiopreis gab. Er liest auf Lesebühnen und bei Poetry Slams. Die großen Medien meidet er. Wenn Marc-Uwe Kling spricht, sitzt er allein an einem Tisch mit Leselampe – und ist von dem Moment an Viele.

Seit 2009 erscheinen seinen Gespräche mit dem Känguru auch als Buch und Hörbuch. Das erste hieß „Die Känguru-Chroniken“, das zweite, 2011, „Das Känguru-Manifest“. Dies verkaufte sich bereits mehrere Hunderttausend Mal. Jüngst ist der dritte Band, „Känguru. Die Offenbarung“ erschienen.

 

Marc-Uwe Kling erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch den Deutschen Hörbuchpreis mit der Begründung, er sei ein unorthodoxer Weltbetrachter,“der eine überzeugende Form des Kabaretts entwickelt hat. Im dialektischen Prozess mit einem kommunistischen Känguru streitet ein unterbeschäftigter Kleinkünstler über Weltanschauungen, doch was sie eint und trennt ist der Eigennutz.“ (3sat)

Spiegel online meint: „Comedy? Blöde. Kabarett? Öde. Der Humorkünstler Marc-Uwe Kling beweist, dass man jenseits aller Genres witzig sein kann. Zusammen mit einem kommunistischen Känguru bekämpft er den absurden Alltag – und macht sich voller Ernst über die echten Probleme in Deutschland lustig.“

Weitere Informationen und Termine auf der Homepage des Künstlers: hier