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„Pioniere des Comic. Eine andere Avantgarde“. Ausstellung in der Schirn Kunsthalle in FrankfurtDie Pioniere kamen aus den USA und ihr Erfolg und ihre Popularität verdanken sie dem Aufstieg der gedruckten Tageszeitung: Comics bedeuteten in Zeiten ohne Fernsehen Macht, ihre Zeichner waren hoch begehrt. 1897 begann die Bilderserie, die mit nur wenigen Zeichnungen eine Handlung erzählt, ihren Siegeszug, wurde zum Massenmedium und ausschlaggebend für den Erfolg einer Zeitung. Pulitzer war der erste, der die bunte Magazin-Beilage erfand, Hearst wiederum jagte ihm bereits 1891 alle Zeichner ab, um sein eigenes Zeitungsimperium zu stärken.

Die Schirn Kunsthalle widmet sechs frühen Zeichnern – alle aus Amerika – nun eine besondere Schau. Rund 230 seltene Comic-Seiten von 1905 bis in die vierziger Jahre versammelt die Ausstellung. Viele von ihnen sind erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen. Dabei wird auch die Wechselwirkung zwischen den Comics und der bildenden Kunst deutlich: So antizipierte Winsor McCay bereits 1905 den Surrealismus, George Herriman das Absurde Theater 1913, Cliff Sterrett erinnert in den zwanziger Jahren an expressionistische Stummfilme und Frank O. King probierte das Erzählen in Echtzeit. Lyonel Feininger hingegen legte mit Comiczeichnungen den Grundstein zu seiner künstlerischen Unabhängigkeit.

Deutschlandradio Kultur hält fest: „In der Ausstellung der Schirn Kunsthalle kann man Stunden verbringen.“

Der Tagesspiegel fasst zusammen: „Auch inhaltlich lässt sich sagen, dass es wohl nie zuvor im deutschsprachigen Raum eine derart fundierte Würdigung der hier vorgestellten sechs Comic-Künstler gegeben hat, deren Arbeiten in vielfacher Hinsicht als Teil der künstlerischen Avantgarde ihrer Zeit gesehen werden können.“

Pioniere des Comic
Ausstellung bis zum 18. September 2016
Katalog zur Ausstellung: „Pioniere des Comic“

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Römerberg
60311 Frankfurt

Öffnungszeiten
Dienstag, Freitag – Sonntag: 10–19 UHR
Mittwoch und Donnerstag: 10–22 UHR

9 Euro/7 Euro

 

 

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