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Neu im Kino: Der Dokumentarfilm „Sonita“ über eine junge Frau, die sich gegen Zwangsheirat wehrtAls sie zehn ist, versuchen ihre Eltern, sie das erste Mal zu verheiraten. Doch Sonita gehört nicht zu den Mädchen, die sich in ihre Rolle fügen. Einst war sie aus Afghanistan in den Iran geflohen, lebte ohne Papiere und schulische Bildung in einem fremden Land. Die meisten Familienmitglieder kehrten zurück nach Afghanistan. Sonita und ein Bruder blieben. In einem Heim für Straßenkinder in Teheran kümmert man sich schließlich um sie, Sonita erhält Unterricht und psychologische Betreuung.  Doch als ihre Mutter sie zurückholen und für 9.000 Dollar als Braut verkaufen will, wehrt sich das Mädchen. Mit gerade einmal 15 Jahren dreht sie ein Protestvideo, das gegen die Scharia verstößt. Ihr Rap-Video „Braut zu verkaufen“ ist ein Hilfeschrei, der via YouTube erhört wird. Sonita erhält ein Stipendium für die USA. Dank auch der Regisseurin Rokhsareh Ghaem Maghamidie, die Sonita viele Jahre begleitete, schafft es die junge Afghanin in die Freiheit.

NDR online fasst zusammen: „Wäre das Hollywood, wir würden es als kitschig und unglaubwürdig finden. Aber so ist „Sonita“ ein Film, der uns etwas zurückgibt, was wir gerne durch die Weltlage vergessen: Hoffnung. Den Glauben an eine Jugend, die den ganzen – Pardon: Scheiß – nicht mehr will und hinter sich lässt.“

NZZ online fragt: „Rokhsareh Ghaem Maghamis eindrücklicher und aufregender Film, der am Sundance Festival 2016 den Grossen Preis der Jury und den Publikumspreis gewinnen sollte, läuft zuletzt wie auf ein Happy End auf Sonitas Ankunft in Utah hinaus. Doch ist Sonita wirklich glücklich in den USA?“

Cinema online meint: “Die 18-jährige Afghanin Sonita kämpft gegen ihre Zwangsverheiratung, liebt Rap und Rihanna. Ihre gewinnende Art bewegt.”

 

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