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Franz Kafka Liebesleben war nicht einfach: Seine Beziehungen waren geprägt von (brieflicher) Annäherung und anschließendem Rückzug seitens Kafkas, von Ver- und Entlobungen. Erst ein Jahr vor seinem Tod 1924 lernt er die 15 Jahre jüngere Dora Diamant kennen. Sie ist die erste Frau, mit der er zusammenzieht. Sie ist es, die den bereits an Tuberkulose erkrankten schließlich pflegt und bis zum Tod begleitet.

Diese Geschichte nimmt Michael Kumpfmüller als Vorlage für seinen Roman. Im Gegensatz zu vorherige Beziehungen sind hier kaum Dokumente vorhanden. Dieser Umstand gibt Raum, mit dichterischer Freiheit den letzten Abschnitt aus Kafkas Leben und seiner letzten Liebe zu erhellen.

Deutschlandradio Kultur: „Dabei fabuliert Michael Kumpfmüller nicht ins Blaue. Auf der Basis von Fakten und mit genauer Kenntnis des Werks erzählt er eine Geschichte, die ihre eigene Plausibilität entfaltet und auch ihren eigenen Zauber.“

Zeit online: „Kleine Szenen leuchten einen notdürftigen Haushalt aus. Man spürt, wohltuend, die Anstrengung des Autors, keinen Aufwand zu machen. Es bei Gesten, Handgriffen, Vorgängen zu belassen. Kumpfmüller ist behutsam, detailversessen, trocken, zärtlich. Er ist sich bewusst, dass er auf einem Drahtseil arbeitet. […] Kumpfmüller kann – und das spricht für ihn – nicht frei schreiben, er ist zu zitieren gezwungen. Und so zu erzählen, dass seine Sprache den Zitaten gewachsen ist.“

FAZ net: „Michael Kumpfmüller, dem schon einige literarische Coups gelungen sind, hat diese Aufgabe mit Bravour gemeistert. Sein tragisch-schöner Liebesroman „Die Herrlichkeit des Lebens“ zeigt uns einen Franz Kafka, den wir erkennen und so doch nicht kannten, nämlich einmal nicht (nur) als Sohn und innerlich Zerrissenen, sondern als Versöhnten, der zuletzt Erfüllung findet.“

Michael Kumpfmüller: Die Herrlichkeit des Lebens
Kiepenheuer & Witsch Verlag, Köln 2011

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