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Zwar war Martin Kippenberger (1953 – 1997) schon früh als Künstler (Maler, Installations-/Performancekünstler, Bildhauer, Fotograf) präsent – in Ausstellungen und als Dozent an diversen Hochschulen – doch der richtige Hype um ihn und seine Werke begann erst nach seinem Tod. Der Höhepunkt dieser Verherrlichung war vorläufig im Jahr 2009, als Christie’s in London das Bild „Paris Bar“, das Kippenberger lediglich beim Filmplakatemaler Götz Valien in Auftrag gab, für 2,9 Millionen versteigerte.

Der Hamburger Bahnhof in Berlin, Museum für Gegenwartskunst, versucht nun, den Künstler zu fassen, für den Leben und Werk untrennbar zusammen gehörten und der deshalb auch gern als „Exhibitionist“ galt. Das Haus will mit der Schau keine Retrospektive schaffen, sondern dem Besucher eine Annäherung an die Person Kippenberger ermöglichen.

Der Deutschlandfunk konstatiert: „Diese Berliner Ausstellung will ganz bewusst keine Retrospektive sein. […] . Retrospektive bedeutet Abschluss, kanonische Ansichten – das kann eine Ausstellung Kippenbergers ebenso wenig liefern wie Kippenberger selbst. Stattdessen verspricht sie, den privaten Kippenberger zu zeigen, […]. Aber „den“ privaten Kippenberger gibt es ebenso nur als Selbsterfindung und Fiktion des Künstlers wie den Künstler selbst.“

Martin Kippenberger: sehr gut | very good
Ausstellung noch bis zum 18. August 2013

Hamburger Bahnhof
Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag: geschlossen
täglich 10-18 Uhr
donnerstags bis 20 Uhr

12 Euro/6 Euro