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Und noch ein Jubiläum kann 2014 gefeiert werden: In diesem Jahr wäre Arno Schmidt 100 Jahre alt geworden. Der Autor, der 1979 in Celle starb, experimentierte viel mit Sprache und neuen Prosaformen, was seinen Niederschlag bereits 1949 in dem Erzählband „Leviathan“ fand. Später, in den sechziger Jahren, setzte Schmidt sich intensiv mit Sigmund Freund und James Joyce auseinander. In diese Zeit fällt auch sein Werk „KAFF auch Mare Crisium“, von dem er in seinem Vorwort schreibt: „Wer nach, Handlung‘ und ‚tieferem Sinn‘ schnüffeln oder gar ein ‚Kunstwerk‘ darin zu erblicken versuchen sollte, wird erschossen.“ Mit „Zettel‘s Traum“ schuf er 1970 sein Hauptwerk, in dem er sämtliche seiner sprachlichen Experimente und Entwicklungen vereinigt.

Aus Anlass des 100. Geburtstags lesen heute Abend Jan Philipp Reemtsma, Professor für Neuere Deutsche Literatur in Hamburg, Joachim Kersten, Rechtsanwalt, Autor  und Herausgeber, sowie  Bernd Rauschenbach, Literaturwissenschaftler, Autor und geschäftsführender Vorstand der Arno Schmidt Stiftung, in Duisburg aus „KAFF auch Mare Crisium“. Darin erzählt der Lagerbuchhalter Karl Richter aus Nordhorn seiner gelangweilten Freundin Hertha von amerikanischen und sowjetischen Wissenschaftlern, die nach einem Atomkrieg auf dem Mond leben und dort oben akribisch den Kalten Krieg weiterführen, sich aber auch durch geistige, literarische Arbeit übertrumpfen wollen.

Arno Schmidt_Lesung Duisburg

Arno Schmidt: „KAFF auch Mare Crisium“
Vorgelesen von Jan Philipp Reemtsma, Joachim Kersten und Bernd Rauschenbach
Mittwoch, 05.02.2014
20.00 Uhr

Zentralbibliothek
Düsseldorfer Straße 5-7
47051 Duisburg

5,- EUR

Eine weitere Lesung findet im Juni in Friedrichshafen statt:
Montag, 23.06.2014, 20:00 Uhr
Kiesel im k42
Karlstraße 42
88045 Friedrichshafen