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Mit „Mein Herz so weiߓ landete Javier Marías 1992 einen Welterfolg, von Publikum und Kritikern gleichermaßen geliebt. Danach wurde es stiller um den Schriftsteller, der sich von 2002-2007 der umfangreichen Trilogie „Dein Gesicht morgen“ widmete. Mit „Die sterblich Verliebten“ liegt jetzt der neue Roman von Javier Marías vor.

Die Lektorin María geht jeden Morgen vor der Arbeit für einige Momente in ein Café. Dort sieht sie jedes Mal ein junges Paar, das ihr perfekt erscheint: jung, schön, kultiviert und einander zugetan. Eines Tages sind die beiden nicht mehr da und María erfährt aus der Zeitung, dass der Mann, Miguel, bestialisch ermordet wurde. María lernt Luisa, die Frau des Toten kennen und durch sie Javier, der einst mit dem Paar befreundet war. María verliebt sich in ihn, doch die Affäre bleibt oberflächlich, denn María spürt, dass Javier nur darauf lauert, Luisa zu erobern.
Doch „Die sterblich Verliebten“ ist nicht nur eine Beziehungsgeschichte, sondern auch ein Thriller. Und so macht María eines Tages eine furchtbare Entdeckung.

Die ZEIT (9/2012) positiv: „ Aber eigentlich erzählt der Roman ganz buchstäblich von der Relativierung als anthropologischer Konstante: Was der Mensch in seinen eigenen Gefühlen und Selbstbildern nicht erträgt, das relativiert er, um weiterleben zu können. […] Sein Roman „Die sterblich Verliebten“ zeigt es erneut – Javier Marías ist einer der Großen.“

Welt online kommentiert: „Elegant nimmt Marías Leitmotive aus seinem Werk auf: Ahnungen, Weissagungen, Vorausdeutungen und die gespenstische Allgegenwart bereits Gestorbener. Immer wieder bringt er den archaischen Kern unserer Gefühlswelten zum Schwingen. Die Liebe ist nicht nur ein helles Gefühl, sondern hat eine dunkle Seite, die ungeahnte Kräfte entfalten kann.“

Focus online konstatiert: „Hier entfaltet sich eine bis zum Ende spannende, dabei raffiniert geschnittene und bis ins letzte Plot-Detail schön durchdachte Geschichte mit gut überschaubarer Personengalerie. […]Der Autor Marías […] entwickelt aus dieser Gemengelage atemberaubend kluge und in ihrer Nüchternheit niederschmetternde Einsichten in die Relativität von Liebe[…]“

Buchcover “Die sterblich Verliebten”

Javier Marías
Die sterblich Verliebten
Aus dem Spanischen von Susanne Lange
S. Fischer, Frankfurt/Main

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