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In Landshut im Jahr 1922 werden die Klavierlehrerin Clara Ganslmeier und ihre Mutter grausam ermordet. Der Tat angeklagt wird Hubert Täuscher, Sohn des lokalen Bürstenfabrikanten und Verlobter von Clara. Vor Gericht schweigt er, beteuert nur beharrlich seine Unschuld, obwohl  alle Indizien gegen ihn sprechen. Verurteilt und hingerichtet, bleibt die Frage, ob Täuscher nur ein eiskalter Mörder oder Opfer eines Justizirrtums war.

Andrea Maria Schenkel, 2006 mit ihrem Debüt „Tannöd“ bekannt geworden, rekonstruiert in ihrer jüngsten Publikation „Täuscher“ ein wahres Justizdrama aus den frühen zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Die ZEIT (37/2013) lobt: „Well done in Schenkels Manier.“

FAZ net konstatiert: „Beurteilt man diesen Kriminalroman allein nach seinem Spannungsgehalt, bleibt er erstaunlich unspektakulär. […] Spannend, wenn auch nicht im reißerischen Sinne, wird es immer dort, wo Andrea Maria Schenkel vom Überlieferten abweicht und ihre Phantasie schweifen lässt. Denn da wird ein ansonsten eher langweiliger Krimi zu einem historischen Roman.“

Der Westen online kritisiert: „Warum fesselt uns das alles nicht so richtig? Man hat Frau Schenkel vorgeworfen, ihre Geschichten seien zu kurz, um lebendige Figuren zu entwerfen. Vielleicht sind sie aber eher zu lang und sollten besser als Storys präsentiert werden (inzwischen zeigt Ferdinand von Schirach, wie das geht). Hier aber wird die Geschichte auf fast 240 Seiten ausgewalzt, wobei vor allem der kleinstädtische Klatsch und Tratsch als Füllmasse dient.“

Welt online konstatiert: „Wie in „Tannöd“ verzieht Andrea Maria Schenkel auch in „Täuscher“ die mit Fakten belegte Realität um ein paar entscheidende Drehung der Schraube. Und schon ist nichts mehr eindeutig.“

Andrea Maria Schenkel
Täuscher
Hoffmann und Campe, Hamburg 2013

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