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Der Erste Weltkrieg war vorbei, und in der Weimarer Republik entstand etwas, das als eine der kreativsten Phasen der deutschen Filmkunst gelten kann. Berlin hatte sich schnell zum quirligen Kultur-Zentrum der jungen Republik entwickelt, die Filmstudios in Babelsberg vor den Toren der Stadt produzierten den filmischen Ausdruck dazu: „M- eine Stadt sucht einen Mörder“, die Vampirfilme „Nosferatu“ oder „Genuine“, die ersten Fantasy-Filme wie „Der Golem“ oder Fritz Langs „Die Nibelungen“, natürlich „Metropolis“, „Der blaue Engel“, aber auch Filme, die das neue Lebensgefühl der zwanziger Jahre ausdrückten in freieren Darstellung von Sexualität oder gleichgeschlechtlicher Liebe entstanden hier und begründeten vor allem das intensive Licht- und Schattenspiel.

Das Berliner Filmmuseum widmet sich momentan intensiv dieser Zeit. Kurator Helmut Prinzler stellte zu jedem Film fünf bis zehn Bilder zusammen, kombiniert mit den entsprechenden Filmplakaten. 66 Filme und 225 Bilder sind so zusammengekommen. In den begleiteten Texten stellt Prinzler sie in ihren politischen und technischen Kontext, thematisiert die Zensur, erläutert die Lage von Theater, Literatur und Malerei und geht auf Filmmusik, Filmkritik, Filmfotografie und die verschiedenen Filmgenres ein.

Der Deutschlandfunk hält fest: „“Licht und Schatten“ ist eine Entdeckungsreise in die vielseitigste Zeit der deutschen Filmgeschichte, in der Zeitgeschehen und Zukunftsvisionen mit viel Sinn für Dramaturgie in bewegte Bilder umgesetzt wurden.“

Die Berliner Morgenpost meint: „Licht und Schatten – Am Filmset der Weimarer Republik“ ist eine Hommage an die größte und ruhmreichste Zeit des deutschen Films, die mit der Machterschleichung Hitlers jäh zu Ende ging.“

Licht und Schatten. Am Filmset der Weimarer Republik
Ausstellung vom 23. Januar bis zum 27. April 2014

Hans Harald Prinzler:
Licht und Schatten. Die großen Stumm- und Tonfilme der Weimarer Republik
Schirmer/Mosel 2012

Deutsche Kinemathek
Museum für Film und Fernsehen
Potsdamer Straße 2
D-10785 Berlin

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 10–18 Uhr
Donnerstag: 10–20 Uhr
Montag:  geschlossen

7 Euro/4,50 Euro