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Historischer Kriminalroman von Robert Hültner aus der Zeit der Weimarer Republik: „Am Ende des Tages“Die Weimarer Republik neigt sich dem Ende, doch noch ahnt es niemand. Denn die Nationalsozialisten mussten gerade mangels Geld einen Dämpfer einstecken. Es ist das Jahr 1928 und Paul Kajetan kann wieder hoffen: Vor Jahren wurde er, Inspektor bei der bayrischen Kriminalpolizei, unehrenhaft entlassen. Doch nun winkt die Rehabilitierung. Sein Chef ruft seinen ehemals besten Ermittler: Bis er wieder in den Polizeidienst zurückkehren kann, darf er übergangsweise einen Job als Detektiv beim jüdischen Anwalt Herzberg antreten. Die Zukunft scheint sich also positiv zu entwickeln, als Kajetan beweisen soll, dass ein seit zehn Jahren inhaftierter Bauer unschuldig ist.

Gleichzeitig tritt der preußische Privatdetektiv Gustav Kull auf den Plan. Er soll im Auftrag des Außenministeriums Stresemanns einen Flugzeugabsturz in den Chiemgauer Alpen untersuchen, bei dem geheim transportierte Gelder eine Rolle spielen. Die Ermittlungen führen beide Detektive zusammen und in einen Kampf mit Hitlers Schärgen.

Die ZEIT (19/2013) lobt. „Die Begegnung des Berliners mit den renitenten Gebirglern gerät Hültner zum Kabinettstückchen eine clash of civilization. […] In seinen Kajetan-Romanen brechen sich die großen Ereignisse der Weimarer Umbruchzeit – Räterepublik und Bürgerkrieg, Aufstieg der Nazis, Expressionismus und Lebensreform – am dialektischen und dialektstarken Skeptizismus der kleinen Leute. […] Eine derart gefinkelte, spannende und historisch genaue und tief im Regionalen verwurzelte Kriminalliteratur wie die Robert Hültners gibt es in Deutschland und in Europa nicht noch einmal.“

Robert Hültner
Am Ende des Tages
btb, München 2013