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Prominente von Pierre Cardin bis Margret Thatcher, Aufnahmen, die für zahlreiche Modemagazine zwischen den sechziger und neunziger Jahren entstanden, Produktbilder und natürlich seine Frauenakte zeugen von einer  unermesslichen Schaffenskraft des Fotografen Helmut Newton.

Eine Retrospektive mit rund 200 seiner Werke ist derzeit in Berlin zu sehen. Die Ausstellung, die Newtons Witwe June gemeinsam mit Jérôme Neutres kuratierte, war  2012 bereits im Grand Palais in Paris zu sehen. Ergänzt wird die Berliner Schau durch 25 Männerakte, die der amerikanische Porträtfotograf Greg Gorman zwischen 1988 und 2006 anfertigte und die im Gegensatz zu den Frauenakten Newtons stehen sollen.

Der Fotograf Helmut Newton

1920 in Berlin geboren, floh Newton aufgrund seiner jüdischen Herkunft 1938 nach Australien, wo er bereits 1946 die Staatsbürgerschaft annahm. Ab 1956 war die „Vogue“ sein Hauptauftraggeber. Seit den siebziger Jahren zählte Helmut Newton zu den begehrtesten und teuersten  Mode-, Werbe-, Porträt- und Aktfotografen der Welt.

Helmut Newton starb 2004 in Folge eines Verkehrsunfalls in Los Angeles. Sein Grab befindet sich auf seinen Wunsch in seiner Geburtsstadt Berlin auf dem Friedhof Friedenau, in unmittelbarer Nachbarschaft von Marlene Dietrich.

Kurz vor seinem Tod, im Jahr 2003, gründete der Fotograf die Helmut Newton Stiftung in Zürich. Ein Vertrag mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ermöglicht es der Einrichtung, dauerhaft zwei Etagen des ehemaligen Landwehrkasinos in Berlin-Charlottenburg für Ausstellungen zu nutzen.

Radio Eins fasst zusammen: „Einige der Aufnahmen sind zum ersten Mal zu sehen, aber selbst die bereits bekannten Aufnahmen können in der neuen Kombination neu entdeckt werden.“

Vogue online hält fest: „Was Newton in seinen Bildern suchte war die Sünde. Häufig überschritten seine Fotografien die Grenzen des Erlaubten. Der gute Geschmack interessierte ihn nicht. Seine Kombination bekleideter und unbekleideter Modelle, seine gefesselten Frauen und sein Voyeurismus schockte nicht nur die Modewelt.“

RBB Kulturradio positiv: „Präzise, distanziert und dabei von einer faszinierenden Ästhetik.“

Helmut Newton:  Paris Berlin/Greg Gorman: Men
Ausstellung noch bis zum 25. Mai 2014

Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie
Jebensstrasse 2
10623 Berlin – Charlottenburg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 – 18 Uhr
Donnerstag: 10 – 20 Uhr

10 Euro/5 Euro

 


Porno Chic und kühle Erotik: Helmut Newton in… von afpdeutsch