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!Tipp: „Ben Becker – Ich, Judas - Einer unter euch wird mich verraten.“Er schreit, flüstert, wütet. Der Blick irrt wirr umher, dann wieder schauen die Augen traurig, verschlagen  oder verzweifelt. Wenn Ben Becker deklamiert, verschwindet die Welt ringsherum. Es braucht nicht mehr als diese Stimme, um zu sehen, was der Schauspieler in seiner Rolle ist und wo er sich befindet.

So geschehen am 18. November dieses Jahres in der Deutschen Oper Berlin bei der Uraufführung von Manfred Honetschlägers (*1959) „Die Verführung des Pentheus“. Auf der Bühne: Orchester und Big Band, kein Bühnenbild. Auf der Leinwand und immer wieder auf dem schmalen Rand zwischen der ersten Reihe der Musiker und dem Zuschauerraum: Ben Becker in schwarzem Anzug, mit Pappkrone, eine Webcam schwingend, den Text von John von Düffel nach Euripides deklamierend. Der Zuschauer: Zwischen den Musikern und einem Donald Runnicles sieht er Pentheus in seinem Leid, in seinem Wahn, in seinem Untergang. Eine One-Man-Show möchte man sagen, wenn dieses Wort nicht so furchtbar oberflächlich und nach billigem Entertainment klingen würde. Ein faszinierender, rauschhafter Monolog eines grandiosen Künstlers trifft es besser.

Wenn Ben Becker nun schon seit Monaten mit „Ich, Judas – Einer unter euch wird mich verraten“ durch Deutschland tourt, dann sicher genau aus diesem Grund. Er braucht keine aufwändigen Filmsettings oder üppige Bühnenkulissen. Ben Becker, das ist: Ein Schauspieler, eine Stimme, ein Text. Ein unvergessliches Erlebnis.

Alle Termine bis Ende 2017 für „Ben Becker – Ich, Judas – Einer unter euch wird mich verraten.“ hier.
Tickets über eventim rechts auf dieser Seite.

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