Statt Kino: Jörg Baesecke, Hedwig Rost und ihr Welttheater

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Von Stephan Reimertz.

Wer das Theater von Grund auf verstehen will, sollte ganz klein anfangen: Die Kleinste Bühne der Welt bietet auf wenigen Zentimetern alles, was der Zuschauer begehrt, und manche Überraschung, die er nie vermutet hätte. Lichtblicke, der Zyklus von Mini-Dramen zum Lockdown, ist noch kurze Zeit online, dann erscheint er als DVD.

Die Kleinste Bühne der Welt ist 1982 in Hamburg aus dem Straßentheater heraus entstanden. Jörg Baesecke, von der Ausbildung her Jurist, hat mit seiner Frau, der Violinistin Hedwig Rost, dieses einzigartige Welttheater in nuce gegründet. Das Paar führt es bis heute und erfreut sich internationales Ruhmes. Als Gegenmittel gegen die allgegenwärtige Überwältigungskultur ist das immer wieder neue, immer wieder überraschende Kleinsttheater Poesie pur und führt uns bekannte Mythen wie alltägliche Geschichten in einer entwaffnenden Bild- und Spielkunst vor, in die oft auch die Musik einbezogen wird.

Während des Lockdown auf ihr Haus in Pullach bei München beschränkt und auf Außenauftritte verzichtend, haben Jörg Baesecke und Hedwig Rost die Stunde genutzt und uns mit witzigen und nachdenklichen Dramoletten beschenkt, die uns Zuschauer noch kurze Zeit online zum Staunen bringen. Bald sollen die Lichtblicke als DVD zu haben sein; ein Andenken an diese Tage von zeitlosem Charakter.

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