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"Ravel" - Ballett am Mecklenburgischen Staatstheater in SchwerinIgor Strawinsky nannte ihn den „Schweizer Uhrmacher“ unter den Komponisten: Maurice Ravel (1875 – 1937), dessen Name fast immer mit dem „Boléro“ und dessen gleichförmigen, sich steigernden n Rhythmus in einem Atemzug genannt wird, kämpfte Zeit seines Lebens gegen konventionelle Kompositionsstrukturen und ihre Befürworter an. Der Sohn einer Französin und eines Schweizers, in Paris geboren, studierte zunächst das Klavierspiel, bevor er zur Komposition wechselte. Doch seine Werke waren den alten Herren, die für Anerkennung und Auszeichnung sorgen konnten, zu modern und zu wenig verständlich. An Ravel entzündeten sich öffentliche Debatten, was ihn von seinem leicht exzentrischen Weg jedoch nicht abbringen konnte. So lebte er als Dandy bis zu ihrem Tod 1917 mit seiner Mutter unter einem Dach, danach mit dem Bruder, bis dieser heiratete. Seinen letzten Wohnsitz fand er, der zeitlebens unverheiratet und kinderlos blieb, 30 Kilometer von Paris entfernt in Montfort-l’Amaury. Sein Ende war traurig: Kopfschmerzen und Erschöpfungszustände sowie Amusie infolge eines Verkehrsunfalls führten zu einer Unfähigkeit, weiter zu komponieren. 1937 starb er nach einer Gehirnoperation.

Maurice Ravel im Jahr 1925

Weniger bekannt dürfte sein, dass Ravel seinen weltberühmten „Boléro“ einst als Ballettmusik komponierte. Diesem Zweck führt das Ensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters die Musik Ravels nun wieder zu: Es tanzt das Leben des ungewöhnlichen Künstlers und nutzt dafür die Vielfalt seiner Kompositionen. Es ist zugleich der Einstand der neuen Ballettdirektorin Jutta Ebnother sowie der neuen Tänzerinnen und Tänzer am Staatstheater, unterstützt von der Mecklenburgischen Staatskapelle.

Die Termine bis Anfang April finden Sie hier.

NDR online meint: „Das Schweriner Staatstheater hat mit Jutta Ebnother eine neue Ballettdirektorin – und die bringt ihr Erfolgsstück „Ravel“ in einer frischen Inszenierung auf die Bühne.“

Die Ostsee-Zeitung fasst zusammen. „Die neue Schweriner Ballettdirektorin Jutta Ebnother präsentiert mit personell aufgefrischtem Ballett eine moderne Choreografie um den französischen Komponisten Maurice Ravel.“

Die Schweriner Volkszeitung konstatiert: „Zum „Boléro“ meinte Ravel, dass er „überhaupt keine Musik enthält“. Macht nichts, er enthält Tanzpulver, das wird hier gezündet. Das Publikum bejubelt das Feuerwerk.“

Mecklenburgisches Staatstheater
Alter Garten 2
19055 Schwerin

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