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Steven Soderbergh manövriert sich seit Jahren als Regisseur und Produzent durchs Filmgeschäft und wechselt dabei beständig das Genre, ohne jedoch an Erfolg einzubüßen. 1989 gelang mit „Sex, Lügen und Video“ sein Durchbruch. Es folgten so unterschiedliche Filme wie „Kafka“, „Erin Brockovich“, die „Ocean’s“ –Reihe (Eleven, Twelve, Thirteen) oder auch das zweiteilige Werk „Che“.

In seinem neuen Film greift Soderbergh auf eine alt bekannte Story zurück: Agent einer Geheimorganisation, die im Auftrag der Regierung handelt, wird gelinkt und schwört Rache. Doch in „Haywire ist dieser Auftragskiller nicht ein Jean Claude van Damme oder Tom Cruise, sondern eine Frau. Soderbergh besetzt die Rolle der Mallory mit der Newcomerin Gina Carano, ehemalige, hoch erfolgreiche  Mixed Martial Arts Kämpferin, studierte Psychologin und inzwischen Schauspielerin. Steven Soderbergh schrieb ihr die Rolle auf den Leib. Stars wie Channing Tatum, Michael Fassbender, Ewan McGregor, Antonio Banderas und Michael Douglas bleiben in Nebenrollen und werden bestenfalls verdroschen.

Süddeutsche online begeistert sich für die Hauptdarstellerin: „Wenn es um Leben und Tod geht, ist diese Frau unbezwingbar:[…]. Diese Fighterin bezaubert auch als Frau. […] Da stört es dann auch nicht weiter, dass der Metropolenhopping-Agententhriller generell und auch hier ein müdgewordenes Genre ist, das dringend eines Tritts in die Eier bedarf.“

Zeit online kommentiert Carano: „Der Plot liefert Vorwände, ihre grazil-brutale Körperlichkeit zu feiern. Die Kampfszenen haben Leichtigkeit und Eleganz, ohne jeden Kung-Fu-Surrealismus. Dabei sieht sie stets umwerfend aus. So kommen in diesem Film erstaunlicherweise Mädchen- und Männerfantasien zur Deckung.“

Welt online resümiert: „Für „Haywire“ hat Soderbergh sich neben Action-Filmen auch Hitchcock neu angeschaut. Er hat vom Meister gelernt, dass es genügt, nur eine Straße zu zeigen, um Spannung aufzubauen[…]. „Haywire“ funktioniert prächtig als smarte Musteranordnung. Der Film ist nicht perfekt, will es nicht sein. Seht her, sagt er, so cool kann es auch gehen.“

Cinema online fasst zusammen: „Ungewöhnlich ruhig erzählter Actionthriller mit gelungenen Kampfsequenzen und einer überzeugenden Newcomerin.“

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