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Neu im Kino: „Café Nagler“. Über ein Caféhaus, das ganz anders war, als gedachtBerlin, die Goldenen Zwanziger. Das „Café Nagler“ am Moritzplatz in Kreuzberg gilt als eine der heißesten Locations der Stadt. Hier sollen Künstler und Intellektuelle ein und aus gehen. Es heißt, der Swing wäre hier erfunden worden. Das erzählt zumindest Naomi Kaplansky, eine israelische Dokumentarfilmerin, die heute, 88 Jahre alt ist und deren Großeltern es geleitet haben. Geschirr und Besteck des legendären Hauses kommen noch heute bei der alten Dame auf den Tisch.
Enkelin Mor Kaplansky kennt die Sehnsucht ihrer Oma nach dem Café und macht sich auf, den sagenhaften Ort zu suchen, um eine Reportage darüber zu drehen. Doch kaum in Berlin angekommen stellt sie fest, dass die Stelle am Moritzplatz nur noch ein Stück verwilderter Rasen ist und das Café wohl eher ein nettes, wenn auch elegantes, Kiezlokal war, das vom Swing (den es damals in Berlin noch gar nicht gab) und dem rauschenden Nachtleben der Metropole weit entfernt lag.

Was tun, um der Großmutter die Enttäuschung zu ersparen? Kurzerhand erfindet Mor Kaplansky ihre eigene Reportage. Spricht mit Zeitzeugen, lässt deren Erlebnisse im Café Nagler spielen und schneidet Szenen aus berühmten Caféhäusern wie das Kranzler so zusammen, dass sie aussehen, als seien sie im Nagler entstanden.

rbb online schwärmt: „„Café Nagler” ist ein wunderbarer, persönlicher Film. Er lebt nicht nur von Mors spannender Spurensuche und der Faszination für das Berlin der 20er Jahre – sondern auch von dieser besonderen Liebe zwischen Großmutter und Enkelin.“

Die Berliner Morgenpost lobt: „Ihr ist ein sehr sanfter, schöner, liebevoller Film gelungen, der nicht zuletzt subtil an die Kraft erinnert, die von der jüdischen Bevölkerung für die Kultur Berlins einmal ausging.“

Zitty online ebenso: „hr gelingt eine berührende Doku-Fiktion mit „glaubwürdigen Zeitzeugen“ und einem Musikwissenschaftler, der die Geburt des Swing gutwillig in das Nagler vorverlegt. Denn was sind schon Fakten, wenn es um die ­Erinnerungen einer liebenswürdigen ­alten Dame geht?

Cinema online meint: „ […] eine spannende Spurensuche“

 

 

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