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Neu im Kino: „Born to be Blue“. Biopic über Chet BakerSein Leben war ein Tanz auf dem Vulkan, der aus Jazz, Drogen und Gefängnis bestand. Chet Baker spielte schon als Kind Swing-Melodien auf der Trompete nach und entwickelte sich schließlich zum Meister der Improvisation. Er konnte schwierige harmonische Folgen im Bebop schnell erfassen und umspielen, womit er die Jazzmusik maßgeblich prägen sollte. Im Biopic des kanadischen Regisseurs Robert Budreau verkörpert Ethan Hawke den Musiker zu einer Zeit, als sich noch alles zum Guten hätte wenden können und er sich in eine Frau verliebt, die um ihn kämpft. Tatsächlich hat es diese Frau nie gegeben. 1988 starb Chet Baker durch einen Sturz aus dem Fenster, vollgepumpt mit einem Drogencocktail im Alter von 59 Jahren.

FAZ net resümiert: „Die überraschende Innerlichkeit des Cool Jazz, die Spannungen zwischen East- und West Coast, die Großen dieser Musik mit ihrem allzu oft erbärmlichen Leben, die legendären Clubs und Plattenfirmen bilden das Spannungsfeld eines Films, der weniger Jazz-Begeisterten ungleich weniger zu erzählen hat und sich dafür nach Kräften um Ausgleich bemüht.“

Stern online meint: „Vor allem aber trifft der Film in seiner lakonischen Erzählweise den Ton des Cool-Jazz, jener in den 50er-Jahren an der US-Westküste entstandenen Spielart, durch die Chet Baker berühmt geworden ist. „Born To Be Blue“ ist eine gute Gelegenheit, seine Musik neu zu entdecken.“

Spiegel online fasst zusammen. „Heroin oder Methadon? Künstlerischer Rausch oder bürgerliche Aufgeräumtheit? Das Biopic „Born To Be Blue“ mit Ethan Hawke als Chet Baker zeigt den legendären Jazztrompeter am Scheideweg.“

Cinema online lobt: „Ethan Hawke verkörpert Chet Baker mit äußerster Hingabe und war selten in einer Rolle verletzlicher zu sehen. Auch wer kein Jazzfan ist, wird sich der stimmungsvollen, oft bitteren Melancholie von „Born to Be Blue“ nicht entziehen können.“

 

 

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