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Als „Nemesis“ im Jahr 2006 gedreht wurde, wusste noch niemand, dass einige  Jahre später seine Hauptdarsteller tot sein würden. Susanne Lothar und Ulrich Mühe sind in diesem Kammerspiel, wie im richtigen Leben, ein Ehepaar. Claire und Robert, gut situiert, mit einem Ferienhaus in den Abruzzen. Doch dieses bürgerliche Dasein steht plötzlich auf der Kippe, denn Claires Schwester wurde im Ferienhaus, wo die gesamte Handlung spielt, grausam ermordet. Für die Polizei gibt es keinerlei Hinweise auf den Täter, doch Claire hat Robert im Verdacht. Hatte er doch zwei Jahre lang eine Affäre mit ihrer Schwester.

„Nemesis“ feierte erst 2010 Premiere bei den Hofer Filmtagen. Da war Ulrich Mühen bereits an Krebs gestorben. Zwei Jahre später starb Susanne Lother. Sie war lange gegen die Veröffentlichung des Films gewesen.

Der Deutschlandfunk enttäuscht: „Lothar und Mühe geben alles, doch die Regie gibt ihnen und uns nichts. Uninspiriert und angestrengt schleppt sich Erstlingsregisseurin Nicole Mosleh von Szene zu Szene. So wird aus einem Film, der vor Spannung hätte knistern können, nur ein langatmiges und zähes Ehedrama mit blassen Thrillermomenten und immerhin einem einzigen wirklich berührenden Moment.“

Welt online konstatiert: „“Nemesis“ ist ein Kammerspiel, das fast ausschließlich auf engstem Raum spielt. Und fast ausschließlich ein reines Schauspielerduell ist. Ein Ehekrieg. Ein Nervenscharmützel.“

Cinema online resümiert: „Beängstigend: Mühe und Lothar in der Ehehölle“

Filmplakat “Nemesis”

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