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Anfang des 20. Jahrhunderts. Die 18jährige Sabrina Spielrein kommt wegen Hysterie in das Schweizer Sanatorium Burghölzli. Ihr behandelnder Arzt ist Carl Gustav Jung. Um sie zu heilen, wendet er die damals noch neue Methode der Psychoanalyse von Sigmund Freud an. Um mehr darüber zu erfahren, reist er nach Wien. Zwischen Freud  und Jung entwickelt sich eine respektvolle und fachlich konstruktive Freundschaft. Bis Jung mit seiner Patientin ein leidenschaftliches, sadomasochistisches Verhältnis beginnt. Am Ende geht jeder seinen eigenen Weg, die Beziehungen sind zerbrochen, Sabrina Spielrein ist geheilt und selbst Psychoanalytikerin geworden.

David Cronenberg, bis dato bekannt für seine Psychothriller und Science-Fiction-Filme, verfilmte die wahre Geschichte mit Keira Knightley, Viggo Mortensen und Michael Fassbender in den Hauptrollen, bleibt aber, so die Meinung vieler Feuilletons, dabei allzu emotionslos und gediegen.

Deutschlandradio Kultur kommentiert: „Man könnte meinen, dass sich der kanadische Regisseur selbst in die Therapie seiner Kinohelden begeben hätte, denn sein Film wirkt allzu gediegen ausgeleuchtet und ausgestattet.“

Zeit online ebenso enttäuscht: „Obwohl die geschliffenen Dialoge von Drehbuchautor Christopher Hampton (Gefährliche Liebschaften) den Film durchaus kurzweilig machen, fehlt an wichtigen Stellen die Darstellung von Emotionen, die den Zuschauer von der Dramatik der Geschichte überzeugen könnten.“

Cinema online fasst zusammen: „Schwelgerisches Kammerspiel, das nötige Spielfilmzuspitzung vermissen lässt.“

FAZ net hingegen lobt die Schauspieler: „Einen mit so zarter Ironie gespielten Sigmund Freud, wie Viggo Mortensen ihn für uns gibt, hat die Leinwand noch nicht gesehen, und den in den Mystizismus abgleitenden Jung spielt Michael Fassbender als wissbegierigen, letztlich feigen, doch auch mit Vorahnungen gequälten Mann einer vermögenden Frau, als einen, der noch im sadomasochistischen Akt kaum den oberen Hemdknopf öffnet.“

Filmplakat Eine dunkle begierde

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