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„Scheiß drauf“ ist das erste Lebensmotto von Bud Spencer alias Carlo Pedersoli. „Ich esse, also bin ich“ das zweite. Nun ist die Autobiographie des Mannes erschienen, dessen Künstlernamen sich aus seinem Lieblingsbier und Lieblingsschaupieler – Bud(weiser) und Spencer (Tracy) – zusammesetzt.

Seine Leinwandkarriere begann mit ein paar Statistenrollen in den fünfziger Jahren. 1967 wurde in „Gott vergibt…Django nie!“ nicht nur das Duo Bud Spencer und Terence Hill (alias Mario Girotti) geboren, sondern auch die legendäre Doppelbackpfeife. In den siebziger Jahren gelang der endgültige Durchbruch. „Vier Fäuste und ein Halleluja“ war in Deutschland der erfolgreichste Film jener Zeit und belegt bis heute Rang fünf der Kassenschlager.

Eigentlich begann das Leben des Neapolitaners als Sportler: Er war Leistungsschwimmer und Wasserhandballer, nahm an Europameisterschaften und den Olympischen Spielen 1952 und 1956 teil. Danach arbeitete er am Amazonas als Bauarbeiter an der Panamericana mit. Seine Filme führten ihn schließlich in die USA, wo er ohne richtig reiten oder Englisch zu können, Western drehte.

„Ist das interessant?“ fragt Deutschlandradio Kultur und resümiert:  „Und doch liest man das Buch amüsiert, überspringt auch mal ganze Seiten, kommt aber sofort wieder rein, erfährt plötzlich wirklich Interessantes: dass Terence Hill und Bud Spencer sich bis in Mimik und Gestik hinein Oliver Hardy und Stan Laurel zum Vorbild genommen hätten. Man liest weiter – und erfährt, dass ein Westernheld zum Überleben nur 25 Vokabeln kennen muss – und mehr Englisch konnte Bud Spencer sein Leben lang nicht.
Wahrscheinlich liest man aus Sentimentalität immer weiter: doch wer von Böll, Grass, Adorno, Habermas intellektuell geschult, heranreifte – wurde eben auch groß mit Carlo Pedersoli alias Bud Spencer und seiner heiteren, einfachen Welt.“

Buchcover Bud Spencer

Bud Spencer
Mein Leben, meine Filme
Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2011
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