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Literatur: Charles Lewinsky: „Andersen“. Der Autor feiert heute seinen 70. GeburtstagJonas plant seine Flucht. Er, der in dem Körper eines Kleinkindes steckt, hat schon als Fötus den Verstand eines Erwachsenen. Weiß, wer und was er einmal gewesen ist. Kennt alle Tricks, wie man Menschen manipuliert oder zum Reden bringt. Und heißt eigentlich gar nicht Jonas, wie ihn seine Eltern Helene und Arno nennen, sondern Andersen. Diesen Namen hat er sich ausgesucht. Natürlich ist auch er erfunden. Aber Jonas braucht ihn für seinen eigenen Schutz, war er doch Verhör- und Folterspezialist bei den Nazis. Denn Jonas ist ein Wiedergeborener, einer, dessen Vergangenheit nicht gelöscht wurde. Und der das Böse in sich trägt

Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, arbeitet als Dramaturg, Regisseur und Redaktor. Zu seinen Arbeiten zählen Hörspiele, Romane und Theaterstücke sowie über 1000 TV-Shows und Drehbücher. Heute feiert der Autor seinen 70. Geburtstag.

Die NZZ fasst zusammen: „In «Andersen» nun wagt Charles Lewinsky etwas Neues, sehr Kühnes. Mit seiner indolenten und schillernden Hauptfigur stellt er die Verkörperung einer unmenschlichen Haltung ins Zentrum eines Romans – und erzählt Geschichte durch das Prisma eines Menschen hindurch, den bösartige und autoritäre Charakterzüge vorantreiben und der dabei nie richtig fassbar wird.“

Der Tagesanzeiger positiv: „Wahrlich: ein origineller Einfall. Und höchst reizvoll als Erzählkonstellation.“

Der SRF lobt: „Mit «Andersen» hat Charles Lewinsky eine kluge Abhandlung über menschliche Niedertracht geschrieben. Sprachlich dicht und unheimlich; gleichzeitig unterhaltsam und temporeich.“

So bewerten Leser den Roman

Charles Lewinsky
Andersen.
Nagel & Kimche, Zürich 2016
Leseprobe_Andersen

 

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