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Jazz war im Dritten Reich verboten und galt als „entartet“. Nicht nur, dass die Musik aus Amerika kam, auch die Tatsache, dass viele Schwarze sie spielten, war den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge. Dennoch waren die Rhythmen in Deutschland sehr beliebt, doch begab man sich in Lebensgefahr, wenn man sie hörte oder es wagte, Konzerte zu besuchen. Denn Razzien wurden regelmäßig durchgeführt, die zumeist jungen Besucher verhaftet und nicht selten in Konzentrationslager gesteckt. Dort wagten einige, durch Gesang und Getrommel, ihrer Liebe zum Jazz Ausdruck zu verleihen und auf diese Art zu protestieren.

In ihrem Buch „Im Swing gegen den Gleichschritt“ erinnern Monica Ladurner und Wolfgang Beyer an die Rebellen von einst. Bereits 2007 erschien ein gleichnamiger, preisgekrönter Dokumentarfilm der beiden Autoren.

Zeit online fasst zusammen: „Auch ihr Buch lebt von den eindringlichen Schilderungen der Protagonisten, die sie dafür vor die Kamera holten.“ und ergänzt: „Das Buch „Im Swing gegen den Gleichschritt“ erzählt von musikalischer Rebellion in der Hitler-Zeit.“

Deutschlandradio Kultur lobt: „Dabei sind die Fundstücke und die Querverweise oft sehr aufschlussreich […] Das Buch ist somit auch eine kleine Kulturgeschichte des Sexualterrors im zwanzigsten Jahrhunderts, einem Hauptbestandteil totalitärer Ideologie.“

Buchcover “Im Swing gegen den Gleichschritt”

Wolfgang Bauer und Monica Ladurner
„Im Swing gegen den Gleichschritt. Die Jugend, der Jazz und die Nazis“
St. Pölten / Salzburg 2011

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