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„La BETTLEROPERa“. Moritz Eggert mit einer radikalen Neuinterpretation des klassischen Stücks an der Neuköllner OperWelcher Ort könnte besser geeignet sein für eine „Bettleroper“ als die Neuköllner Oper? Das Haus, das fernab des bürgerlichen Charlottenburg (Deutsche Oper) und des historischen Berlin-Mitte (Staatsoper Unter den Linden) liegt, umgeben von Sonnenallee und Karl-Marx-Straße? Ein, nach eigenen Worten, „Unikum in der vielfältigen Kulturszene der Hauptstadt“, das auf 220 Ur- und Erstaufführungen in 40 Jahren zurückschaut, das E- und U-Musik verbindet, kulturelle Grenzen überwindet und immer wieder Neues wagt, national wie international.

Könnte es also einen besseren Spielort geben für die Uraufführung von „La BETTLEROPERa“ des vielfältigen und immer wieder für Überraschungen sorgenden, großartigen Komponisten Moritz Eggert (Interview hier)? Wohl nicht. Am 19. Oktober ist Premiere dieser Reverenz an die Urform der Bettleroper, die John Gay und Johann Christoph Pepusch 1728 in London auf die Bühne brachten, und der Bertolt Brecht und Kurt Weill mit „Die Dreigroschenoper“ zu Weltruhm verhalfen.

Die Geschichte hier wie dort ist schnell erzählt: Peachum, ein Gauner, gefällt es gar nicht, dass sich seine Frau etwas zu sehr ums Personal kümmert, Töchterchen Polly heimlich ausgerechnet Verbrecher McHeath geehelicht hat und Gefängnisdirektor Lockit samt Tochter Lucy dem alten Haudegen auf die Pelle rücken. Die kriminellen Machenschaften nehmen ihren Lauf…

Und Moritz Eggert schuf dazu neue Musik und Texte, weitab von bisher Gehörtem, Instrumentalkompositionen, Songs, Tanzmusiken und sogar Rap umfassend, interpretiert vom Freiraum-Syndikat mit zwei Blockflöten, E-Gitarre und Cello, dynamisch zum Ausdruck gebracht von der italienischen Tanztheater-Kompagnie Balletto Civile.

Alle Termine hier

La BETTLEROPERa
Neuköllner Oper Berlin
Karl-Marx-Straße 131-133
12043 Berlin

 

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