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Die eine, 1901 in Schöneberg (damals noch bei Berlin) geboren, verbrachte als Tochter eines Polizeileutnant ihre Tage und vor allem Nächte in skandalumwitterten Nachtclubs und Bars, umgeben von Transvestiten, Großbankiers, Strichern und Literaten.

Die andere erblickte 1902 in Berlin Wedding das Licht der Welt. Der Vater ist Handwerker, doch die Tochter strebte nach einem künstlerischen Leben mit Tanz und Schauspiel. In beidem war sie eher wenig erfolgreich. Erst als sie Luis Trenker kennenlernte, kam sie zum Film.

Beiden gemeinsam ist die Berechnung, mit der sie sich die Männer um der Karriere willen zunutze machten, die nur allzu bereitwillig auf sie hereinfielen. Doch während Marlene Dietrich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten nach Hollywood ging und erfolgreich wurde, blieb Leni Riefenstahl in Deutschland und machte unter den Nazis Karriere.

ZEIT Literatur (41/Oktober 2011) positiv: „“Es ist ihr, um es gleich zu sagen, damit ein großes Kunststück geglückt. Kurioserweise gerade deshalb, weil sie es vermeidet, voreilig Synthesen zu formulieren. Karin Wieland schneidet, einer Regisseurin gleich, lediglich die Biografien gegeneinander und verzichtet auf erkünstelte Überleitungen. Sie zeigt mehr, als dass sie interpretiert.“

Buchcover “Dietrich & Riefenstahl”

Karin Wieland
Dietrich & Riefenstahl. Der Traum von der neuen Frau
Hanser Verlag, München 2011

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