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Das Sachbuch der Chinesin Amy Chua erregt derzeit die Gemüter und beschäftigt die Feuilletons. Chua hat über Kindererziehung geschrieben – ein Buch, in dem die Juraprofessorin, die in den USA an der Yale-Universität lehrt, das Prinzip „Härte“ in den Vordergrund stellt: Ihre Kinder sollen Höchstleistungen in Schule und Freizeit erbringen und erhalten bei Nichterreichen des Ziels drastische Strafen wie Nahrungsentzug, Verbrennen von Kuscheltieren, kein Besuch von Freunden. Chinesische Schüler seien besser, so Chua, weil sie strenger erzogen würden. Während allerorts Empörung ob ihrer strengen Methoden entflammt, gibt Chua zu, dass sie nicht den Königsweg zum Erfolg aufzeigt: Auch sie hat Schwierigkeiten, die jüngere Tochter rebellierte gegen die Mutter. Diese wurde selbst so erzogen wie sie ihre Kinder erzieht, und ist erfolgreich damit:Die beiden Töchter erbringen Höchsleistungen – die ältere hat bereits mit 13 ein Klavierkonzert in der Carnegie Hall gegeben.

Die Printausgabe der ZEIT urteilt: „In Amy Chuas Gleichgültigkeit gegenüber ihrem Land [Anm. d. Red.: USA]  liegt der provozierende Skandal des Buchs: Der Rede wert ist nur das eigene Kind. Mit Bildung hat dieses Wettrennen wenig zu tun […]“. Und FAZ net schreibt: „Amy Chuas Ratgeber zum Erziehungsdrill, […], markiert eine neue Art der Integrationsverweigerung.“

Amy Chua:  Die Mutter des Erfolgs. Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte.
Nagel & Kimche, Zürich 2011
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