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„Man muss allerdings kein Freund von zeitgenössischer Dichtung sein, um Burnsides Gedichte zu lieben, im Gegenteil: Gerade, wenn man mit Lyrik normalerweise nichts anfangen kann, sollte man „Versuch über das Licht“ lesen. Denn was John Burnside beschreibt, das kommt mitten aus dem Leben. Lyrikübliche Ermüdungserscheinungen stellen sich gar nicht erst ein: Man kann dieses Buch tatsächlich in einem Tag mit Genuss lesen; die Lektüre gleicht einer langsamen Fahrt durch eine wüste, wunderschöne Landschaft“, urteilt Deutschlandradio Kultur und meint damit den Gedichtband „Versuch über das Licht“ von John Burnside.

Eher bekannt für seine Romane, erhielt der Schotte John Burnside in diesem Jahr den renommierten und hoch dotierten Petrarca-Preis für sein lyrisches Werk. Mit „Versuch über das Licht“ erscheint nun eine Auswahl seiner Gedichte aus knapp 20 Jahren in einem Band. Burnsides Thema ist das Leben der einfachen Leute, ihre Lieben, ihre Leidenschaften, ihre Sorgen und Ängste. Seine lyrischen Bilder halten den Blick auf sie in Momentaufnahmen fest.

FAZ net positiv: „Und dabei ist es gerade dieses Unbekannte, Ungebannte, Namenlose, dennoch aber irgendwie von alters her Vertraute, das am stärksten fasziniert und seine Macht entfaltet, indem es uns in Bann schlägt. Viele dieser Texte lesen sich daher wie Fundstücke einer entrückten Wirklichkeit, Findlinge aus Zeiten, da die Zyklen der Natur den Lauf der Welt bestimmten.“

 

John Burnside
Versuch über das Licht. Gedichte.

Zweisprachig. A. d. Englischen von Iain Galbraith.
Edition Lyrik Kabinett, Hanser Verlag, München 2011

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