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Ausstellung: „Landschaft – Figur – Stilleben“. Karl Schmidt-Rottluff im Brücke-Museum BerlinAngefangen hatte Karl Schmidt-Rottluff (1884 – 1976) 1905 als Architekturstudent, und das auch noch unter dem Namen Karl Schmidt. Durchgehalten hat er dies nur ein Jahr. Durch seine Freundschaft mit Erich Heckel (1883-1970), Fritz Bleyl (1880-1966) und Ernst-Ludwig Kirchner (1880-1938) angeregt, wandte er sich bald ganz der Kunst zu, fügte dem Namen noch seinen Geburtsort Rottluff (bei Chemnitz) an und gründete mit seinen Freunden die Künstlergruppe „Brücke“. In den Folgejahren hielt sich Schmidt-Rottluff häufig in Norddeutschland, nördlich von Oldenburg, auf, wo viele seiner Gemälde, Aquarelle und Druckgraphiken entstanden.

Mit dem Umzug nach Berlin im Jahr 1911 kam er in Berührung mit der internationalen Avantgarde, nahm 1912 an der Sonderburg-Ausstellung in Köln teil und war seitdem in engem Kontakt zu Lyonel Feininger (1871-1956). 1913 löste sich die „Brücke“ auf. Den Ersten Weltkrieg überstand der Künstler unbeschadet, 1919 kehrte er nach Berlin zurück. Es begann eine kreative Zeit mit zahlreichen Reisen. 1936 diffamierten die Nationalsozialisten seine Kunst als „entartet“, Mal- und Ausstellungsverbot folgten. Erst 1947, mit der Berufung als Professor an die Hochschule für Bildende Kunst in Berlin, war Karl Schmidt-Rottluff rehabilitiert.

Anlässlich seines achtzigsten Geburtstags 1964 schenkte Karl Schmidt-Rottluff der Stadt Berlin 75 seiner Werke. Sie wurden der Grundstein für eine Sammlung der „Brücke“ – Künstler, die seit 1967 in dem eigens für sie errichteten Brücke-Museum zu sehen ist. Die derzeitige Ausstellung „Landschaft – Figur – Stilleben“ umfasst die gesamte Schaffensperiode Karl Schmidt-Rottluffs und legt einen besonderen Blick auf diese Motivgruppe.

Landschaft-Figur-Stilleben
Ausstellung bis zum 16. März 2015

Brücke-Museum Berlin
Bussardsteig 9
14195 Berlin

Öffnungszeiten:
täglich 11 bis 17 Uhr
dienstags geschlossen

5 Euro

 

 

 

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