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Signierte EP zu gewinnen! Blum legt Studio-Debüt vorSebastian Blum ist Liederschreiber und Frontsänger seiner gleichnamigen Band. Auf der Bühne stehen macht ihm Spaß. Hier ist er voll Energie. Trotzdem ist er ins Studio gegangen. Jetzt ist seine erste EP „Nah dran“ herausgekommen. 

Schreiben Sie einen Kommentar und gewinnen Sie ein signiertes Album. Sagen Sie uns bis Donnerstag, 13. März 2017, 9 Uhr, warum Sie das Album gern haben möchten.
Es entscheidet das Los*.

Feuilletonscout: Sebastian, du singst auf Deutsch. Was gefällt dir an der Sprache?
Sebastian Blum: Deutsch ist meine Muttersprache. In ihr kann ich mich am besten ausdrücken. Gleichzeitig versteht mich auch der Großteil meiner Zuhörer. Das ist mir wichtig, weil ich in meinen Texten Denkanstöße geben möchte. Die Sprache nutze ich dazu gerne als Mittel, mehrere Ebenen in Themen aufzuzeigen. Die deutsche Sprache kann sehr präzise sein, sie kann aber auch Raum für Interpretationen lassen. Gleichzeitig sind manche Wörter sehr genau und deuten von ihrer Wortzusammensetzung in eine ganz andere, neue Richtung. Mir gefällt die Idee, damit spielen zu können. In anderen Sprachen würden sich mir diese Möglichkeiten gar nicht erschließen.

Feuilletonscout: Seit kurzem liegt das erste Album von dir und deiner Band „Blum“ vor. Wann hast du entschieden, dass die Zeit reif ist, endlich die Aufnahmen zu machen?
Sebastian Blum: Ich mache ja nicht erst seit gestern Musik, sondern schon seitdem ich denken kann. Aufnahmen werden eigentlich ständig gemacht. Die werden nur von Zeit zu Zeit immer besser und professioneller und die Absichten ernster. Ernst ist übrigens ein gutes Stichwort: Der Produzent der EP, Stefan Ernst, ergriff vor zwei Jahren die Initiative und fragte mich, ob wir zusammen ein paar meiner Songs produzieren wollen. Dem Gespräch gingen natürlich schon einige Annäherungen und gegenseitige Lobesbekundungen voraus. Als wir dann im Studio saßen und die ersten Nummern Gestalt annahmen, war uns relativ schnell klar, dass wir auf eine Veröffentlichung hinarbeiten. Die Zusammenarbeit von Künstlern und Produzenten läuft nicht immer so fruchtbar und harmonisch ab, sodass man im Vorhinein davon ausgehen könnte, dass da eine EP oder ein Album rausspringt. Ich habe vorher auch schon mit anderen Produzenten zusammen gearbeitet und Stefan hat auch einige andere Künstler, mit denen er Dinge ausprobiert. Wenn ich mir die EP im Nachhinein anhöre, kann ich ruhigen Gewissens behaupten, dass die Zeit dafür reif war. Ich bin sehr zufrieden mit den Texten, Kompositionen, Arrangements und Produktionen. Mir ist nichts peinlich, auch mehrere Monate nach der Fertigstellung. Gleichzeitig ist das „Projekt“ aber noch nicht da angekommen, wo es hingehört. Ich startete ein Singer/Songwriter-Projekt, das wir zu zweit auf das nächste Level hievten. Durch die Arbeit mit meiner Band bekamen die Songs und das Projekt im Allgemeinen einen zusätzlichen, sehr angenehmen Drive, der vor allen Dingen live mitreißt. Diese Energie mit in die Albumproduktion zu übernehmen und gleichzeitig nicht mit Scheuklappen ins Studio zu laufen, wird eine sehr spannende Aufgabe sein.

Feuilletonscout: Wie sind die Songs entstanden? Schreibst du allein oder mit der Band?
Sebastian Blum: Ich schreibe die Songs alleine und produziere sie meistens auch schon vor. Mindestens aber habe ich immer schon eine Grundidee für das Arrangement und teile diese der Band mit. Als wir die EP produzierten, hatte ich gerade keine Band am Start. Wir ließen uns deshalb in den Arrangements und in der künstlerischen Produktion auch nicht wirklich einschränken. Das hatte aber zur Folge, dass, in der aktuellen Viererkonstellation einiges wieder umarrangiert werden musste. Bei Charlie bspw. fielen u.a. die Frauenstimme, das Klavier, sowie einige Backings weg.

Feuilletonscout: Woher kommt deine Inspiration?
Sebastian Blum: Die Frage finde ich sehr schwierig. Ich glaube nämlich nicht, dass man das leicht auf ein paar Einflüsse runterbrechen kann. Wenn wir davon ausgehen, dass wir das Produkt unserer Erfahrungen sind, sind wir auch durch alles beeinflusst, was unsere Sinne wahrnehmen. Ich bin aber, musikalisch gesehen, ein Fan von eingängigen Melodien. Textlich gesehen liegen meine Vorbilder in der „neueren“ Hamburger Schule, also in der ersten Einflussgeneration der End-80er, Anfang-90er Deutsch-Indie-Pop-Rocker. Außerdem mag ich die älteren Sachen von Annette Humpe. Als Kind habe ich ständig die Prinzen-Alben hoch und runter gehört. Der Grund, weshalb ich aber so richtig mit dem Singen angefangen habe, ist Arnim Teutoburg-Weiß. Ich hatte vor einigen Jahren die Ehre, seine Band (die Beatsteaks) bei einem Song am Schlagzeug begleiten zu dürfen. Ich durfte mit der besten Liveband Deutschlands auf der Bühne stehen/sitzen. Arnims Energie hat mich nachhaltig beeindruckt und beeinflusst. Die Inspiration für die Themen, die in meinen Texten behandelt werden, finde ich im Alltag… in meinem, in dem von Anderen, in unser aller Alltag. Spannend finde ich v.a. alles mögliche zu hinterfragen und über alles doppelt und dreifach nachzudenken.

 


Feuilletonscout: Was ist dir beim Komponieren wichtig? Was sollen die Hörer mitnehmen, wenn sie deine Musik hören?
Sebastian Blum:  Mir ist wichtig, dass Text und Ton im Ohr bleiben und die Zuhörer im besten Falle Denkanstöße mitnehmen. Die Sprache und speziell auch meine Texte bieten häufig Interpretationsspielraum. Ich möchte niemandem vorschreiben, was er zu denken hat. Vielmehr freut es mich, wenn die Leute meine Texte auf ihre eigene Art und Weise interpretieren und wenn sie darin was finden, was ihnen etwas gibt, wonach sie suchen.

Feuilletonscout: Was machst du lieber: Live auf der Bühne stehen oder im Studio arbeiten?
Sebastian Blum: Beides hat seine Vorzüge. Live hast du wenig Platz für musikalische Improvisation oder Neuschaffung. Im Studio bist du da komplett frei und kannst deine Kreativität rauslassen und Songs einen neuen Anstoß geben, sie vielleicht nochmal anders fühlen. Es gibt für mich allerdings nichts größeres, als auf der Bühne zu stehen und zu hören, wie das Publikum deine Lieder mitsingt.

Sebastian Blum / © Alice Epp

Feuilletonscout: Wann seid ihr live zu hören?
Sebastian Blum:  Wir waren gerade vier Wochen auf Tour. Demnächst stehen ein paar einzelne Konzerte an. Ende dieses Jahres wollen wir dann aber wieder eine kompakte Tour spielen.

Feuilletonscout: Wie sind die nächsten Pläne?
Sebastian Blum: Wir haben auf der Tour gemerkt, dass wir irgendwas richtig machen. Die Resonanz der Menschen, die sich uns anschauen, ist sehr positiv. Dieses Gefühl und die Energie wollen wir mit in die Zukunft, mit in die Albumproduktion und mit in die nächsten Touren nehmen. Ein konkreter Zeitplan steht aber noch nicht. Dazu müssen wir uns erst mal mit ein paar Leuten zusammensetzen und ein paar Dinge besprechen. In der Zwischenzeit wird aber noch ein Musikvideo zu „Bis der Vorhang fällt“ releast.

Vielen Dank, Sebastian Blum!

* Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Signierte EP zu gewinnen! Blum legt Studio-Debüt vor, 5.0 out of 5 based on 2 ratings