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Mit 16 Jahren verließ sie ihre Heimat Rheinland-Pfalz und zog nach Salzburg. Damit folgte die Singer Songwriterin Clara Louise ihrem Herzen – privat wie beruflich. Ihre Musik ist wunderschön und leichtfüßig. Dieser Tage kommt ihr drittes Album „Die guten Zeiten“ heraus. Barbara Hoppe sprach mit der Sängerin.

Wer eine von zwei signierten CDs gewinnen möchte, schreibe bitte bis Freitag, dem 16. März, 20 Uhr, in die Kommentarfunktion, warum er oder sie das Album gerne haben möchte*.

Feuilletonscout: Clara Louise, Sie waren 16, als Sie bei einer Casting Show mitmachten, ein Jahr später kam Ihre Debütsingle „Same Blue Sky“ heraus. Jetzt sind Sie 25 Jahre alt. Fühlen Sie sich als alter Hase im Musik-Business?
Clara Louise: Manchmal erschreckt es mich, wie lange ich schon Musik mache und trotzdem fühlt sich alles immer wieder neu an, da man ständig neue Erfahrungen macht, sich entwickelt, experimentiert und somit irgendwie auch immer wieder von vorne anfängt. Das gefällt mir an der Musik oder generell an der Kunst. Es gibt keinen Stillstand, alles ist ein Prozess. Insofern würde ich diese Frage mit Nein beantworten.

© Doris Heinrich

Feuilletonscout: Sie haben schon als Kind viel gesungen und recht früh begonnen, Geige zu lernen. Wann und wieso stellte sich die Weiche hin zur Popmusik?
Clara Louise: Das kam bestimmt durch die Musik, die ich gehört habe und mich bewegt hat. Das habe ich mit der klassischen Musik noch nie wirklich erlebt. Es gibt Songzeilen, die bleiben einem für immer im Gedächtnis. Zum Beispiel die des Songs „Imagine“ von John Lennon. Mir sind Texte immer wichtiger geworden und wenn dann eine harmonische Melodie dazu kommt, dann ergibt das für mich den perfekten Song. Das kann Pop-, als auch Soul-, Singer-Songwriter- oder Folk-Musik sein. Im Prinzip geht es immer nur um das Gefühl und dieses sollte möglich echt und direkt rüberkommen.

Feuilletonscout: Sie sagen über Ihre Musik, dass sie Popmusik ist mit Einflüssen von Folk bis Soul. Wie deckt man ein solches Spektrum ab bzw. woher kommt die Inspiration?
Clara Louise: Ich habe mich auf kein bestimmtes Genre festgelegt oder arbeite nach einem gewissen Schema, um sogenannte Hits zu kreieren. Es vermischen sich Stile ganz natürlich, da ich auch privat sehr viel verschiedene Musik höre. Ich sage immer: Am Ende ist die deutsche Sprache der rote Faden und alles andere kommt, wie es sich gerade richtig anfühlt.

Feuilletonscout: Sie singen auf Deutsch. Ist es wichtig für Sie, um sich auszudrücken? Oder könnten Sie sich auch vorstellen, auf Englisch zu singen?
Clara Louise: Ich habe auch schon auf Englisch gesungen und tue dies gelegentlich auch immer mal wieder, doch meine eigenen Songs schreibe ich mittlerweile bevorzugt auf Deutsch, da es mir so viel leichter fällt, Dinge so zu formulieren, dass sie das Bild auslösen, welches ich vor meinen Augen habe.

Feuilletonscout: Sie sind Singer/Songwriter, komponieren selbst und drücken sich über die Musik aus. Sind Sie ein sehr reflektierter, nachdenklicher Mensch?
Clara Louise: Ich denke sehr viel über sehr viele Dinge nach und drifte manchmal in eine Art Parallelwelt ab. Ich arbeite derzeit daran, meine Gedanken besser zu steuern, um ein positives Gefühl auszulösen, mich selbst zu motivieren, an mich zu glauben. Das ist eine Wissenschaft, die es schon seit Jahrhunderten gibt. Da gibt es sehr tolle Bücher von James Allen oder Joseph Murphy. Eines meiner Lieblingszitate von James Allen ist „Du kannst nicht drinnen reisen und draußen still stehen bleiben“. Aber ja, zum Schreiben ist das Grübeln über das Leben bestimmt hilfreich.

Feuilletonscout: Wie ernst darf man das Leben als Musikerin nehmen? Braucht es eine gewisse Verspieltheit, Leichtfüßigkeit, um im Musik-Business zu bestehen?
Clara Louise: Ich glaube, das Wichtigste, bei allem was man tut, ist der Glaube an die Sache und an sich selbst. Dafür sollte man kämpfen und das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verlieren. Was ist es, was mich z.B. beim Musizieren so begeistert? Wie kann ich dieses Gefühl immer wieder erleben und wie kann ich es mit anderen Menschen teilen? Solche Frage finde ich wichtiger, als irgendwelche Awards im Regal. Man sollte darauf achten, dass man sich selbst treu bleibt, was auch in dieser Branche nicht so leicht ist, denn man begegnet immer wieder Menschen, die behaupten, sie kennen dich besser, als du selbst oder deine Arbeit ausschließlich zu ihren Gunsten ausnutzen. Insofern würde ich sagen, man muss eine Balance zwischen Leichtigkeit und Vorsicht finden.

Feuilletonscout: Was bedeutet Ihnen Ihre Band in diesem Zusammenhang?
Clara Louise: Ich habe durch die Zusammenarbeit mit meiner Band sehr viel gelernt. Sie sind allesamt tolle Musiker und Menschen, die vor allem ein beeindruckendes Gefühl für Musik haben und zudem auch noch sehr zuverlässig und ehrgeizig sind. Für das neue Album „Die guten Zeiten“ haben wir sehr eng miteinander gearbeitet, zusammengeschrieben und aufgenommen. Das war toll und ich bin froh, dass ich die Jungs kennengelernt habe. Sie geben mir Sicherheit.

Feuilletonscout: In einer Zeit, in der alle kreativen nach Berlin strömen, sind Sie aus Deutschland weggezogen nach Salzburg. Warum dorthin?
Clara Louise: Wegen der Liebe – der beste Grund überhaupt. Außerdem ist Salzburg eine unglaublich hübsche Stadt und die Berge und Seen in der Umgebung ein echter Luxus, den ich nicht mehr missen möchte. Manchmal wird mir die Stadt trotzdem zu klein, dann hilft es, andere Städter und Länder zu sehen.

Feuilletonscout: Inzwischen haben Sie auch eine eigene Werbeagentur und Plattenfirma. Wie vereinen Sie alle diese Rollen?
Clara Louise: Das frage ich mich manchmal auch, aber bisher hat es immer funktioniert. Unsere Agentur besteht aus drei Menschen, daher kann ich meine Aufgaben auch mal abgeben, was sehr hilfreich ist. Ich bin jemand, der gerne sehr viel tut und manchmal muss man sich auch bremsen, um wieder durchzuatmen, doch kreative Arbeit macht zum Glück auch immer sehr viel Spaß.

Feuilletonscout: Ihre aktuelle CD heißt „Die guten Zeiten“. Würden Sie sagen, dass Sie gerade eine gute Zeit haben?
Clara Louise: Ja, weil ich im vor allem in den letzten Jahren sehr viel über das Leben und mich gelernt habe und mich diese Erfahrungen immer freuen. Eine gute Zeit ist von der eigenen Einstellung und nicht von den äußeren Umständen abhängig, das soll auch dieser Titel vermitteln. Nur man selbst entscheidet, wie es einem geht und ob man trotz gewisser Probleme eine richtig gute Zeit hat.

Feuilletonscout: Wann können wir Sie einmal live erleben?
Clara Louise: Derzeit bin ich noch in Planung für eine Tour in diesem Jahr. Die Termine werden demnächst verkündet. Ich kann es kaum erwarten. Darauf freue ich mich am meisten!

Feuilletonscout: Wie sind Ihre weiteren Pläne?
Clara Louise: Ich möchte viel live spielen, neue Songs schreiben, fallen und aufstehen, immer wieder von vorne anfangen.

 

Clara Louise
Die guten Zeiten
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*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es entscheidet das Los.

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Signierte CD zu gewinnen! Clara Louise singt mit ihrem dritten Album den Frühling herbei, 5.0 out of 5 based on 1 rating