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Der Teufel geht um im Moskau der dreißiger Jahre und jedem, der ihm begegnet, blüht Böses. Nur der Meister, ein verzweifelter Schriftsteller, und seine Margarita scheinen gefeit. Die Liebenden stehen offensichtlich unter dem merkwürdigen Schutz des Diabolischen.

Michail Bulgakov, 1891 in Kiew geboren und 1940 in Moskau gestorben, erfand sein surreales Stück Literatur 1928 und diktierte es kurz vor seinem Tod seiner Frau. Es entwickelte sich zu seinem bekanntesten Werk und einem Besteller. Die Mischung aus Satire und Groteske spiegelt auf fantastische Weise das Moskauer Leben dieser Zeit wider: Leben voller Arroganz, Dekadenz, Großmachttum und Korruption.

Dreimal wurde das Werk bereits als Oper vertont. Als bekannteste Version gilt die von York Höller, 1944 in Leverkusen geboren und Professor für Komposition an der Hochschule für Musik in Köln. Sie wurde 1989 in Paris uraufgeführt. Nun feierte sie an der Hamburger Staatsoper unter der Regie von Jochen Biganzoli Premiere.

Der Deutschlandfunk konstatiert: „Die neue Musik des 20. Jahrhunderts ist insgesamt historisch geworden, diese aber im besten Sinn: Was unter der Stabführung von Marcus Bosch aus dem Orchestergraben aufsteigt, wirkt heute ungleich „schöner“ und einvernehmlicher.

Das Hamburger Abendblatt hält fest: „Die Philharmoniker unter der Leitung von Marcus Bosch brachten die Musik, die wie ein zerklüfteter, überreicher Soundtrack zu einem unendlichen Albtraum wirkt, höchst überzeugend aus dem Graben […]“

Spiegel online positiv: „Überhaupt durfte man staunen: Trotz der kontroversen, anstrengenden Musik und der eigenwilligen Regie, die burleske Grenzen nicht scheute, war zum Schluss kein Buh zu hören. Nicht gerade die Regel in Hamburg. Es geht also auch mit sperrigen Werken wie Höllers „Meister“, wenn man die Sache meisterlich und entschlossen anpackt.“

Beitrag bei NDR online mit Interview und Opernausschnitten hier

Weitere Informationen und Inhalt: hier

Weitere Aufführungen:
Mittwoch, 18.09.2013 19:30 – 22:30 Uhr
Samstag, 21.09.2013 19:30 – 22:30 Uhr
Donnerstag, 26.09.2013 19:30 – 22:30 Uhr
Samstag, 28.09.2013 19:30 – 22:30 Uhr
Freitag, 4.10.2013 19:30 – 22:30 Uhr

Gesamtspielplan: hier

Staatsoper Hamburg
Aufführungsort:
Großes Haus
Dammtorstraße 28
20354 Hamburg