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Als die 10-jährige Laure mit ihrer Familie umzieht, nutzt sie die Chance: Beim ersten Aufeinandertreffen mit dem Nachbarskind Lisa stellt sie sich als Mikael vor. Fortan ist Laure Mikael, sieht aus wie ein Junge, tobt herum wie ein Junge, kleidet sich wie ein Junge und trickst sich beim Baden mit Hilfe von Knetgummi einen kleinen Penis in die Hose. Und mit Lisa hat Laure/Mikael auch eine erste Verehrerin. Einen Sommer geht es gut: Die kleine Schwester hält dicht und der Vater – ahnungslos und liebevoll – nimmt Laure hin wie sie ist. Erst mit dem Schulbeginn rückt die Gefahr näher. Und das es nicht gut geht, dafür sorgen die Erwachsenen.

FAZ net positiv: „Ciamma – und die ruhige Kamera von Crystel Fornier – zeigen Laure ohne jede pädagogische Anstrengung. „Tomboy“ wird so zum leichten, humorvollen Film […]In „Tomboy“ werden keine Klischees bearbeitet, dass Mädchen Puppenspielen sollen und Jungen Fußball. Es geht um die Suche nach der individuellen Authentizität […]“

Der Deutschlandfunk ebenfalls: „Um das gleich einmal klarzustellen. Dies ist kein Film über die Transgender-Thematik. […]Wunderbar leicht und überzeugend gelingt der französischen Regisseurin Céline Sciamma in ihrem zweiten Film ein Ausflug in die Kindheit, in der noch nicht zählt, was alle denken. […]Er schildert nämlich den wunderbaren Augenblick im Leben der Menschen, in dem alles noch möglich erscheint mit großer Liebe und Sorgfalt.“

Welt online kritisiert: „Eine Weile ist es nett, Laure zuzusehen, wie sie ihre männlichen Kameraden beim Fußballspielen vorführt […] Aber auf Dauer schwappt die schläfrige Sommerstimmung von der Leinwand in den Zuschauerraum.“

Zeit online fasst knapp zusammen: „So sieht es aus, das sinnlich-intelligente, junge, europäische Kino.“

Cinema online begeistert: „“Tomboy“ – ein unaufgeregter Film über jugendliche Identitätssuche. Berührend schlicht!“

Kino zum Film: hier