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Stromberg hat Stress: Das fünfzigjährige Firmenjubiläum steht vor der Tür und seine Mitarbeiter planen ein großes Fest in einem Tagungshotel – natürlich ohne ihn einzubeziehen. Also streicht Stromberg zur großen Enttäuschung aller kurzerhand die Feierei. Da weiß er noch nicht, dass just seine Niederlassung der Versicherungsgesellschaft Capitol geschlossen werden soll. Als er es erfährt, ist plötzlich alles anders: Das Fest muss her, die oberen Etagen des Unternehmens ebenso, Einschmeicheln und Schleimen ist gefragt, um den Chefs zu zeigen, dass Strombergs Filiale alles andere als ein Fall für die Abwicklung ist.

Nachdem „Stromberg“ als Serie ausgesprochen erfolgreich in den Jahren von 2004 bis 2012 auf ProSieben lief, schaffte es der Spielfilm dank einer Crowdfunding-Aktion und der tat- und zahlkräftigen Unterstützung der Fans auf die Kinoleinwand. Die Macher bleiben dem Fernsehkonzept treu: Stromberg, Leiter der Abteilung Schadensregulierung M-Z, wird von einem Fernsehteam begleitet, dass Büroalltag dokumentieren will. Dass es Stromberg dabei eher nicht gelingt, ein positives Bild abzugeben, ist selbstredend.

Der Deutschlandfunk lobt. „Political Correctness schert ihn nicht. Der sezierende Blick auf den Büroalltag einer Belegschaft mit dem Meister des schlechten Wortspiels und Herrenwitzes im Zentrum ist eine Sternstunde des deutschen Humors.“

Deutschlandradio Kultur ebenso: „Nach seiner Parole: „Büro ist Krieg und den gewinnt man nicht bei der Heilsarmee!“ darf Stromberg auch im Kinofilm das Ekel vom Dienst bleiben. Egozentrisch, mit bösen Sprüchen und boxenden Ellenbogen gibt er der Hauptfigur den erhofften Schmiss und lässt doch genug Raum für die skurril-liebevoll erdachten alten und neuen  Büro- und Feierkollegen […].“

Zeit online negativ: „Aber zwischen Saufgelage und Rebellion tut sich viel dramaturgisches Brachland auf. Die Handlung trägt nicht über zwei Kinostunden. Und der verwackelte Pseudo-Doku-Stil des TV-Formates nervt auf der großen Leinwand schon bald.“

FAZ net hingegen positiv: „Irgendwie schafft es „Stromberg – Der Film“, ein ungeheuer abgründiges Gefühl zu erzeugen. Mit der in Ansätzen revolutionären Szene zum Ende hin böten sich Möglichkeiten, die Figur Stromberg neu zu entwerfen, und tatsächlich scheint es nach diesem gelungenen Abschluss durchaus denkbar, dass wir ihm schon demnächst dabei zusehen können, wie er eine Partei, eine Interessenvertretung oder, bewahre, den Deutschen Bundestag mit seiner forschen Art auf Vordermann bringt.“

Cinema online fass zusammen: „ Konsequent fortgeführtes Kinodebüt der TV-Serie, das den Lästerkosmos von Stromberg ausbaut und vor bösen Gags nur so strotzt.“

Stomberg

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