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Neu im Kino: „Anomalisa“. Puppenanimation von Charlie KaufmanMit „Being John Malkovich“ wurde Charlie Kaufman bekannt, für „Vergiss mein nicht“ erhielt er 2005 den Oscar für das beste Originaldrehbuch und nun, 2016, setzt er wieder neue Maßstäbe, um seine Filmvisionen zwischen Traumwelt und Wirklichkeit auf die Leinwand zu bringen.

„Anomalisa“ ist ein Puppenfilm, produziert im Stop-Motion-Verfahren. 10 Jahre, so der Regisseur, habe er daran gearbeitet, allein die Liebesszene soll sechs Monate gedauert haben. Die Figuren entstanden überwiegend in aufwändiger Handarbeit und im 3-D-Drucker.

Die Hauptfigur ist Michael, ein Motivationstrainer und Bestsellerautor, der auf dem Weg nach Cincinnati ist, um ein Seminar zu geben. Doch steckt er selbst in einer tiefen Krise: unmotiviert, des Reisens müde und unglücklich verheiratet, geht er mal wieder einen der vielen Hotelkorridore entlang, als er eine Frauenstimme hört, die anders ist als alle anderen, immer gleichklingenden Stimmen in seinem Umfeld. Sie gehört zu Lisa, einer schüchternen Frau, die mit einer Haarsträhne versucht, die Narbe in ihrem Gesicht zu verbergen. Die beiden nähern sich an und verbringen eine Nacht miteinander, was die Monotonie in Michaels Leben unterbricht.

Süddeutsche online meint: „Der melancholische Puppentrickfilm „Anomalisa“ von Charlie Kaufman ist ein bezauberndes Kinokunststück über Einsamkeit und Entfremdung.“

NDR.de lobt: „Schmutzig, grau und doch voller Poesie hat der Film „Anomalisa“ beste Chancen, als erster nicht ganz jugendfreier Animationsfilm mit dem Oscar ausgezeichnet zu werden. […] Der Film ist simpel und tief zugleich. Berührend, traurig, lustig, wunderschön, menschlich und einfach nur unvergesslich.“

FAZ net ebenso: „Auch „Anomalisa“ macht als Film vieles anders und zieht den Zuschauer von Anfang bis Ende in seinen Bann.“

Cinema online hingegen negativ: „Bedeutungsschwere surreale Charakterstudie eines Mannes, der an sich selbst verzweifelt, gefilmt im ruckeligen Stop-Motion-Animationsstil.“

 

 

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