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Literatur: „Schweine“ von Thomas Macho„Du Schwein!“ brüllen wir Menschen an, die uns verletzt oder hintergangen haben. „Du Schwein“, sagen wir jemandem, der unordentlich und unsauber ist und „Da hast du aber Schwein gehabt“, wenn ein Freund glücklich aus einer Situation herausgekam. Neben der sprachlich-metaphorischen Ebene dient uns das Schwein aber auch als Nutztier: Wir züchten, mästen und schlachten es und gerade jetzt, im Sommer, landet es nicht selten säuberlich aufgeteilt auf unserem Grill.

Der Kulturwissenschaftler Thomas Macho (geb. 1952 in Wien) hat sich unseres liebsten Schimpfwort- und Fleischlieferanten angenommen. Denn die Wissenschaft weiß längst: Das Schwein ist physiologisch uns Menschen sehr ähnlich. Die erste Transplantation eines Schweineherzens an einen Menschen wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Und so nimmt uns Macho, sozusagen im Schweinsgalopp auf 160 Seiten, mit durch die Geschichte des Schweins, dessen Karriere als wichtiges und umsorgtes Nutztier anfing und in Mastbetrieben und sprachlichen Allegorien endete.

FAZ net hält fest: „Thomas Macho schreibt eine kleine Kulturgeschichte unserer Beziehungen zum Schwein.“

WDR online fasst zusammen: „Nach 160 Seiten kurzweiliger Lektüre der von Thomas Macho vorgelegen Kulturgeschichte des Schweins wissen wir mehr.“

Thomas Macho, Judith Schalansky (Hg.)
Schweine. Ein Portrait
Matthes & Seitz, Berlin 2015
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