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Nach zehn Jahre geduldiger Arbeit haben Architekten die Götter des Palastes Tell Halaf aus 27 000 Einzelteilen wieder zusammengesetzt. Die Skulpturen aus dem 3. Jahrtausend vor Christus sind 1913 durch Max Freiherr von Oppenheim nach Deutschland gekommen. Der Bankiers-Sohn und Privatgelehrte, der in Kairo lebte, entdeckte 1899 in Nordsyrien die Überreste des Palastes Tell Halaf und begann 1911 mit den Ausgrabungen. 1927 brachte er die gigantischen Basalt-Statuen nach Deutschland und errichtete für sie ein eigenes Musuem in Berlin-Charlottenburg, wo er den Palast detailgetreu wieder aufbauen ließ. 1943 zerstörten Bomben das Museum, die gesamten Ausstellungsstücke zerbarsten in 27 000 Einzelteile.

Die Ausstellung ist gleichzeitig eine Hommage an den Entdecker. Seine Reisen und Notizen, aber auch Persönliches und Fotos sind zu sehen, ebenso wie die aufwändigen Restaurierungsarbeiten.

Im Anschluss an die sechsmonatige Schau in Berlin gehen die Exponate auf Reisen, bevor sie wieder im Depot verschwinden.Erst wenn der vierte Flügel des Pergamonmuseums 2025 fertig gestellt sein wird, werden die Schätze dauerhaft zus sehen sein.

Die geretteten Götter aus
dem Palast von Tell Halaf
noch bis zum 14. August 2011

täglich 10 bis 18 Uhr,
donnerstags bis 22 Uhr

Vorderasiatische Museum im
Pergamonmuseum

Am Kupfergraben 5
10117 Berlin

Noch bis zum 15. Mai ist die Fotosammlung von Max Freiherr von Oppenheim im Museum für Fotografie zu sehen. Sie dokumentiert seine Reisen im Nahen Osten zwischen 1899 und 1939.

Museum für Fotografie
Jebensstraße 2
10623 Berlin

täglich 10-18 Uhr
donnerstags bis 22 Uhr