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Neu im Kino: „Tanna – eine verbotene Liebe“Dass „Tanna – eine verbotene Liebe“ für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert war, überraschte positiv. In dem Südseedrama, das auf der gleichnamigen Insel gedreht wurde, entwickelt sich eine Romeo- und-Julia-Geschichte, die auf wahre Ereignisse beruht und dazu führte, dass die Stämme ihre Sitten änderten. Ursprünglich war die schöne Wawa aus dem Dorf der Yekel dem Sohn des Imedin-Chefs versprochen. Die arrangierte Ehe sollte Frieden zwischen den verfeindeten Stämmen stiften. Doch Wawa liebte Dain, den Enkelsohn des eigenen Stammeshäuptlings. Und er liebte sie. Um der Zwangsehe zu entgehen, flohen die beiden Liebenden.

Beim Filmfestival Venedig 2015 gewann „Tanna“ den Preis für die beste Kamera und den Publikumspreis für den besten internationalen Spielfilm. Alle Rollen sind mit Laiendarstellern besetzt, die auf der Insel leben.

Cinema online meint: „Der Film entführt den Zuschauer in eine Welt, die ihm zugleich fremd und doch vertraut erscheint. Ein magi­sches Kinoerlebnis in kraftvollen Bildern.“

Kritischer ist SRF 2 Kultur: „Die verbotene Leidenschaft lodert, der Vulkan spuckt Feuer, die Archaik der Landschaft überträgt sich mit den Mitteln des Dokumentarfilms auf das Drama. Das ist zugegebenermassen fantastisch anzuschauen. Aber letztlich verhält es sich mit «Tanna» wie mit jeder Urlaubsreise: In Erinnerung bleiben die Bilder, die man ohnehin schon zu kennen glaubte.“

Ebenso Zitty online: „Butler und Dean setzen das an Shakespeares „Romeo und Julia“ erinnernde Drama vor der spektakulären Kulisse eines mächtigen Vulkans in schönen Bildern in Szene, denen man das Interesse an Kultur und Brauchtum der überzeugenden Laiendarsteller anmerkt. Gleichwohl sind es westlich geprägte Bilder – welche Ausdrucksform hätten die Yakel wohl gefunden, wenn man ihnen die Kamera selbst in die Hand gedrückt hätte?“

Vienna.at hält fest: „“Tanna” ist dabei keine handelsübliche Doku über Ureinwohner, sondern eine schlichte, menschliche Erzählung, welche ihre Protagonisten ernst nimmt und nicht als exotische Wesen zur Schau stellt.“

 

 

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