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Als der Griechisch- und Lateinlehrer Raimund Gregorius eines Morgens auf dem Weg zu Schule eine Selbstmörderin rettet, nimmt sein ruhiges Leben eine jähe Wendung. Getrieben von einer inneren Unruhe, verlässt er den Unterricht, streift durch die Stadt und liest in einem philosophischen Traktat von Amadeu de Prado, das er von seiner lebensmüden Zufallsbekanntschaft erhalten hat. Kurz entschlossen begibt sich Gregorius auf die Suche nach diesem portugiesischen Autor. Bei seinen Nachforschungen trifft er auf alte Weggefährten dieses geheimnisvollen Menschen, der auch als Arzt tätig war und unter der Diktatur Salazars im Widerstand ums Leben kam – und findet bei dieser Reise sein eigenes Leben wieder.

Der dänische Regisseur Bille August hat die Verfilmung von Pascal Mercier mit Schauspielern wie Jeremy Irons, Charlotte Rampling, Martina Gedeck, Lena Olin, Bruno Ganz, Burghard Klaußner, Christopher Lee und August Diehl prominent besetzt.

WDR online eher negativ: „Weit von Buchvorlage entfernt, beschränkt sich die gediegene Verfilmung von Bille August auf die „Schnitzeljagd“, die äußere Handlung der Geschichte. Der lebensphilosophische Überbau geht verloren. […] Nachtzug nach Lissabon“ ist hölzern inszeniert und kann die Vielschichtigkeit des Buchs nicht in Filmsprache übersetzen.“

In Deutschlandradio Kultur heißt es: „Die Verfilmung von Pascal Merciers Roman „Nachtzug nach Lissabon“ bringt die alte Garde europäischer Charakterdarsteller auf die Leinwand. Dennoch wirkt der Film an vielen Stellen pathetisch und klischeebeladen.“

Zeit online ebenso: „Allenfalls mit einer Überdosis Voice-over wohl hätte Bille August der im Roman durchaus faszinierend ausgebreiteten Gedankenwelt gerecht werden können. […]Ein Äußerstes an Drama presst August Rückblende für Rückblende aus der Vorlage heraus, mit anderen Worten: ein Äußeres an Drama. Und verfehlt sie so gleich doppelt.“

Cinema online resümiert: „Dass „Nachtzug nach Lissabon“ als Literaturverfilmung dennoch geglückt ist, liegt nicht zuletzt an den hoch­karätigen Darstellern […] wer das Buch mochte, wird auch den Film lieben.“

Filmplakat “Nachtzug nach Lissabon”

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