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Anne, Mitte fünfzig, kommt aus Estland und steht vor einem Umbruch in ihrem Leben: Die Kinder sind aus dem Haus, die pflegebedürftige Mutter ist gestorben. Nun erfüllt sich Anne einen Traum, den sie seit ihrem Französischstudium mit sich trägt. Sie zieht nach Paris und wird Gesellschafterin der sehr reichen Frida (Jeanne Moreau). Die ist davon nicht sonderlich begeistert und entpuppt sich als schwerer Brocken. Doch dann gibt es da noch den ehemaligen Liebhaber von Frida, Stéphane, der Anne ein ums andere Mal bittet, zu bleiben.

Deutschlandradio Kultur sieht einzig das Spiel von Jeanne Moreau positiv: „Manche Schauspieler sind so überlegen, dass sie sich über ein mäßiges Drehbuch erheben, dass ihr Können einen Film, die eingesetzten Klischees und Stereotypen vergessen macht.“

Zeit online lobt ebenfalls Jeanne Moreau: „So wird der Film zur bloßen Hommage an Jeanne Moreau, die, als kapriziöse Greisin mit zahlreichen einstigen Affären, ihre eigene Filmlegende beschwört. […]Jetzt, jenseits der 80 hat Jeanne Moreau noch immer die Ausstrahlung einer Löwin. Man sollte sich ihr höchst vorsichtig nähern.“

Cinema online hingegen: „Die Handlung klingt vertraut, und doch gelingt es dem estländischen Regisseur, die Geschichte lange in der Schwebe zu halten. Mit behutsamer Konsequenz verzichtet er darauf, die Konflikte zu dramatisieren oder durch Situationskomik zu entschärfen. Dass aus so viel Zurückhaltung eine so erstaunliche Nähe zu den Figuren entsteht, ist das große Geheimnis dieses – nur scheinbar – unscheinbaren Films.“

Eine Dame in Paris

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