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Neu im Kino: „Big Eyes“„Frauen nimmt man als Künstler nicht ernst“, mit diesem Ausspruch beginnt einer der größten Kunstbetrugsfälle der Geschichte. Gesagt hat ihn Walter Keane (Christoph Waltz), Leidtragende war seine Frau Margret (Amy Adams). Im Jahr 1957 treffen die alleinerziehende Mutter und der Lebemann aufeinander, heiraten und leben zunächst bescheiden. Bis Walter auf die Idee kommt, die selbstgemalten, eigentlich ziemlich kitschigen, Bilder seiner Frau – Kinder, die mit großen, traurigen Kulleraugen den Betrachter anstarren – zu vermarkten. Der Erfolg ist gigantisch und Walter gibt sie ungeniert als seine aus – eben weil man „Frauen als Künstler nicht ernst nimmt“. Margret sträubt sich zwar zunächst, aber profitabel ist das Ganze ja und so lässt sie sich auf das Spiel ein. Mit der Zeit und der Popularität der Bilder gefällt es Margret nicht mehr, dass ihr Mann den gesamten Ruhm einheimst. Doch erst nach der Scheidung 1970 kommt die Wahrheit ans Licht.

Regisseur Tim Burton verfilmte mit „Big Eyes“ die wahre Geschichte des Künstlerehepaares Margret und Walter Keane. Nachdem Margret den jahrelangen Betrug öffentlich gemacht hatte, bekam sie auf spektakuläre Weise Recht gesprochen: Um die Urheberschaft der Bilder eindeutig zu klären, sollten sowohl Margret wie auch Walter im Gerichtssaal ein Kinder-Kulleraugen-Bild malen. Walter täuschte eine verletzte Schulter vor und weigerte sich, Margret schuf in rund 53 Minuten eines ihrer klassischen Bilder. Damit überzeugte sie das Gericht und erhielt vier Millionen Dollar Schadensersatz zugesprochen.

Die Münchner Abendzeitung begeistert: „So ist dieser klassisch erzählte, kunstvoll gemachte Kunst-, Gesellschafts- und Beziehungs-Film, der wie jede gute romantische Komödie auch Tragik enthält, das was man beste Unterhaltung nennt.“

NDR online meint: „“Big Eyes“ ist sicher nicht Tim Burtons stärkster Film. Aber wenn er das San Francisco der Sechziger in den herrlichsten Bonbontönen ausmalt, wenn er den Schwindel und das Gehabe der Kunstszene entlarvt, dann ist das für den Zuschauer recht vergnüglich. Das ist am Ende doch noch ein echter Tim Burton.“

Cinema online fasst zusammen: „Biopic über emotionale Gewalt und die Manipulation der öffentlichen Wahrnehmung im Künstlermilieu.“

Kino  zum Film: hier

 

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