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„Don Giovanni“ – der Schwerenöter, der den Frauen das Herz bricht und die Männer zu rasender Eifersucht anfacht, bis er schließlich von der steinernen Grabstatue des von ihm ermordeten Komtur, Vater der von ihm becircten Donna Anna, in die Hölle gezogen wird, gilt als ein Höhepunkt im Opernschaffen von Wolfgang Amadeus Mozart.

Am Thalia Theater ist das Werk derzeit in einer Bearbeitung von Antú Romero Nunes (geb. 1983 in Tübingen) zu sehen, als „Eine Bastardkomödie frei nach Wolfgang Amadeus Mozart / Lorenzo da Ponte“. In „Don Giovanni. Die letzte Party“ spielt vor allem das Publikum eine entscheidende Rolle: Während der Ouvertüre fordert der Dirigent das Publikum auf, mitzusingen und kurz vor der Pause bittet Don Giovanni 100 Zuschauerinnen auf die Bühne, verteilt Sekt und Masken, um mit ihm eine Party zu feiern. Dort bleiben sie auch, als der Vorhang fällt, und ebenso, als er wieder aufgeht. Das Geschehen des zweiten Akts verfolgen sie nun hautnah als Statistinnen.

Obwohl die Musik – unterstützt von einer siebenköpfigen Frauenband – im Vordergrund steht, verzichtet Nunes auf klassische Opernsänger. Seine Darsteller sind Schauspieler singen kaum.

Deutschlandradio Kultur urteilt: „In Antú Romero Nunes Bearbeitung ist Mozarts Don Giovanni sehr oft Mitmachtheater, manchmal denkt man einer Animation in einem Touristenclub folgen zu müssen. […] Und dennoch! Viele vertraute Szenen aus Mozarts Oper werden plötzlich überraschend prägnant und zeigen […] eindrucksvoll theatralische Komik. […] am Ende ist das Vergnügen über eine große lustvolle Theaterparty allgemein.“

Focus online positiv: „Munter, humorvoll und vor allem ohne Scheu vor Grenzen kommt die Aufführung von „Don Giovanni. Die letzte Party“ über weite Strecken daher.“

„Don Giovanni. Die letzte Party.“
Weitere Informationen und Spieltermine: hier

Thalia Theater
Alstertor 1
20095 Hamburg